Man Ray

Zauberer auf Papier … und der Zauber der Dinge

mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

Samstag, 23. Oktober 2021, 15 Uhr
Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg
Treff: 13 Uhr Frankfurt-Hbf, Info-Point

Der in den USA geborene und in Paris gestorbene Fotograf, Maler und Objektkünstler (1890–1976) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Dadaismus und des Surrealismus und gilt als avantgardistischerImpulsgeber für die moderne Fotografie und Filmgeschichte.

„Durch seine eklektische Herangehensweise hat er vorbereitet, was uns heute als ‚modern‘ und ‚zeitgenössisch‘ geläufig ist. In der Ausstellung wird zudem ein besonderer Fokus auf May Rays Rayographien gelegt. Anfang der 1920er Jahre begann Man Ray mit Fotogrammen zu experimentieren. Die verschwommenen ‚Fotos ohne Kamera‘ fanden bei den Dadaisten und Surrealisten großen Anklang. Der Dichter Jean Cocteau bezeichnete Man Ray daher auch als ‚Poeten der Dunkelkammer‘ “.
(art kaleidoscope, Heft 3/2021)

Teilnehmerbeitrag* 7/5/2 Euro

Anmeldung bis zum 20.10.: marlies.piontek@t-online.de oder unter 06196-24405

Oberrad: Der Waldfriedhof Oberrad und die Siedlung Im Teller

Samstag, 18. September 2021, 14.45 Uhr
Treff: Haltestelle der Straßenbahn Linie 16, Buchrainplatz (von Sachsenhausen aus).
Hinweis: Zum Waldfriedhof kann mit dem Bus gefahren werden.

Der Waldfriedhof Oberrad ist durch seine großzügige Anlage und verschiedene denkmalgeschützte Gräber, darunter das von Valentin Senger, sehenswert. Danach wird die direkt an den Friedhof anschließende Siedlung Im Teller besucht. Sie stammt aus der May-Ära und gehört als Gärtner-Siedlung zu den seltener besuchten Siedlungen des „Neuen Frankfurt“. 

KunstGesellschaft und Nachbarschaftszentrum Ostend

Teilnehmerbeitrag* 3/2/1 Euro

Anmeldung bis zum 16.9.: info@kunstgesellschaft.de

Frankfurter Konstellationen

Hölderlin trifft Goethe im Großen Hirschgraben, während Hegel wartet

Rundgang mit Dr. Thomas Regehly

Samstag, 2. Oktober 2021, 15 Uhr
Treff: Goethehaus, Großer Hirschgraben

Hölderlin war seit 1796 im Haus der Gontards im Großen Hirschgraben als Hauslehrer tätig. Ende 1797 kam Hegel, seiner Einladung folgend, ebenfalls nach Frankfurt am Main,um dort als Erzieher bei dem Weinhändler und Sammler J. N. Gogel tätig zu werden. Die 3.Schweiz-Reise führte Goethe endlich einmal wieder in sein Elternhaus, wo er am 23. August 1797 Hölderlins Besuch empfing. Interessante Einzelheiten dieses Besuchs teilte er umgehend Schiller mit.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Anmeldung bis zum 30.9.: info@kunstgesellschaft.de

Neu sehen – Fotografie der 20er- und 30er-Jahre

Ausstellungsgespräch mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

Samstag, 4. September 2021, 15 Uhr
Städel

„Die Fotografie in den 20er- und 30er-Jahren hat in besonderem Ausmaß Einfluss auf die Kunstwelt und den Alltag genommen. Ausgehend von der Etablierung der Fotografie an den Fach- und Kunsthochschulen über die Nutzung des Mediums in der Werbeindustrie oder Pressearbeit bis hin zur politischen Funktionalisierung fächert die Ausstellung die verschiedenen Anwendungsbereiche der Fotografie auf und macht auch ihren instrumentellen Charakter sichtbar.“ (Info Städel)

Wir treffen uns im Foyer, gehen einzeln in die Ausstellung und sprechen danach über das Gesehene.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Anmeldung bis zum 3. 9.: info@kunstgesellschaft.de

Ateliergespräch mit Gerrit Marsen

Samstag, 16. Oktober 2021, 15 Uhr
Neu-Isenburg, Ludwigstraße 39 (Hinterhaus, 1. Stock)

„Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen meine großen Grafiken, Radierungen und Farblinolschnitte die in Corona-Zeiten entstanden sind.“ (Gerrit Marsen)

Für eine gemeinsame Hinfahrt treffen wir uns um 14 Uhr auf dem Vorplatz des Frankfurter Hauptbahnhofs. Das Atelier ist über die Endstation der Straßenbahnlinie 17 zu erreichen (ca. 10 Minuten Fußweg).
Anmeldung bis zum 13. 10.: gmarsen@gmx.de oder unter 0163-7526433

Otobong Nkanga: „Whose Crisis is This?“

Acryl auf Papier, 2013

Bildergespräch online mit Jens Weissenberg

Mittwoch, 29. September 2021, 18 Uhr

Der Boden – was er uns geben kann und was wir ihm nehmen. Das beschäftigt Otobong Nkanga.

„Als sei die Welt nur dazu da, dass man etwas aus ihr herausholt…sie benutzt…hinzu kommt die unerschütterliche Vorstellung, dass es ständiges Wachstum geben muss…dass etwas immer gefüttert werden muss…und…das ist die Gier…“ (Otobong Nkanga)

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga, deren Arbeiten in vielen Institutionen weltweit gezeigt wurden (u.a. 2017 auf der documenta 14 und 2019/20 auf der Biennale di Venezia), war 2015 Gastprofessorin an der Städelschule und stellte im Portikus aus.

Anmeldung bis zum 27. 10.: info@kunstgesellschaft.de

Paula Modersohn-Becker

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M.A.

Samstag, 9. Oktober 2021, 15 Uhr
Schirn Kunsthalle

„Keine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen solch legendären Status erreicht wie Paula Modersohn-Becker (1876–1907). Bereits wenige Jahre nach ihrem Tod wurden Wanderausstellungen durch mehrere deutsche Museen organisiert, das Ansehen der Künstlerin setzt sich bis heute fort. In ihrem einzigartigen Werk findet Modersohn-Becker zu überzeitlichen, allgemeingültigen Bildern. Die umfassende Retrospektive der SCHIRN widmet sich dem Gesamtwerk der Künstlerin und zeigt, wie sie zentrale Tendenzen der Moderne vorwegnahm.“ (Info Schirn)

Wir treffen uns im Foyer, gehen einzeln in die Ausstellung und sprechen danach über das Gesehene.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Anmeldung bis zum 7. 10.: info@kunstgesellschaft.de

Maurice Jolys „Höllengespräche“ und die „Protokolle der Weisen von Zion“

Vortrag von Dr. Thomas Regehly

Dienstag, 14. September 2021, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

Eine kritische Streitschrift von Maurice Joly diente Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorlage für das antisemitische Pamphlet „Protokolle der Weisen von Zion“, dessen Verschwörungstheorie auch heute noch als eine Art Pseudo-Argumentation im kollektiven Bewusstsein für demagogische Zwecke rechter Politiker zur Verfügung steht. Obwohl bereits der Berner Prozess (1933–37) das Machwerk als einen „Hetzartikel gemeinster Sorte“ bezeichnet hatte, erscheint es immer noch geboten, über Struktur, Textur und Funktion dieses erschreckend populären Textes aufzuklären.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Anmeldung bis zum 12. 9.: info@kunstgesellschaft.de

„Manchmal ist es schön, mit diesen Menschen zu sprechen“

Dokumentarfilm von Rainer Brumme und Wolfgang Spielvogel

Dienstag, 12. Oktober 2021, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

Wir zeigen den Film, der mit biographischem Hintergrund „deutsch-tschechische Geschichten jenseits von schwarz und weiß“ erzählt und sprechen anschließend mit dem Autor Wolfgang Spielvogel.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Der Stiftungstrick der AFD – Keine Steuergelder für die Desiderius-Erasmus-Stiftung!

Sonntag, 19. September 2021, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

mit Katja Böhne, Dipl.-Politologin, Bildungsstätte Anne Frank

Es steht zu befürchten, dass die AfD nach der Bundestagswahl einige zehn Millionen an Steuergeldern für ihre Desiderius-Erasmus-Stiftung erhält. Denn derzeit gibt es kein Gesetz, das die Finanzierung von politischen Stiftungen regelt. Laut ihrer Satzung will sich die Desiderius-Erasmus-Stiftung für staatsbürgerliche Bildung und wissenschaftliche Aus- und Fortbildung begabter junger Menschen einsetzen, tatsächlich aber propagieren zahlreiche prominente Stiftungsmitglieder unentwegt Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit und tragen damit aktiv zur Zersetzung der Demokratie bei.
Die Bildungsstätte Anne Frank will auf jeden Fall verhindern, dass sich die Demokratie selbst das Wasser abgräbt, indem mit Steuermitteln im akademischen Bereich langfristig Hass und Ausgrenzung institutionalisiert werden. Deswegen startete die Bildungsstätte das Projekt „Vorsicht Stiftungstrick“, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Gefahr schaffen und eine breite Protestbewegung in Gang zu setzen. Der Grünen-Politiker Volker Beck hat für die Bildungsstätte in einem Eckpunktepapier für ein Stiftungsgesetz eine Art “Demokratie-TÜV“ entwickelt, anhand dessen nur jene Stiftungen staatlich gefördert werden, die sich nachprüfbar der demokratischen Verfassung in Deutschland verpflichtet fühlen. Zurzeit werden die Gelder für demokratische Stiftungen ohne klare Regeln vergeben. Beck fordert ein Register für politische Stiftungen, damit diese ihrem Auftrag gerecht werden – nämlich Bildung für eine wehrhafte Demokratie zu gewährleisten.

Moderation: Ulrike Holler

Teilnehmerbeitrag* 5/5/1 Euro

Anmeldung bis zum 17. 9.: info@kunstgesellschaft.de
Online-Teilnahme ohne Anmeldung möglich.
Einwahllink: https://conf.ccc-ffm.de/b/han-quc-qrj