Paul Celan in Frankfurt am Main – online

Samstag, 27. Februar 2021, 15 Uhr
Anmeldung per E-Mail info@kunstgesellschaft.de bis 27.2., 12 Uhr. Der Einwahllink wird um 14.30 Uhr zugeschickt.

Digitaler Rundgang mit Dr. Thomas Regehly

Anlass sind der 50. Todestag und der 100. Geburtstag des bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen Bücher in Frankfurt a.M. zunächst im S. Fischer-Verlag und dann bei Suhrkamp erschienen sind.

Klaus Reicherts „Erinnerungen und Briefe“ (2020) geben Aufschluss über diese “Frankfurter Seite” des Dichters, auch über sein Verhältnis zu T.W. Adorno, der Gruppe 47 und zum Literaturbetrieb.

Der Gang auf seinen Spuren erinnert an seine zahlreichen Besuche und die sich auf Frankfurt beziehenden Texte in seinem Werk.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Lee Miller. Hautnah. Fotografien von 1940 bis 1946 – wird verschoben

Samstag, 20. Februar 2021, 15 Uhr
Opelvillen, Ludwig-Dörfler-Allee 9, Rüsselsheim
14 Uhr – Treff F-Hbf, Information

Das Ausstellungsgespräch mit Marlies Piontek-Klebach muss aufgrund der Pandemie leider verschoben werden.

Elizabeth ‚Lee‘ Miller (1907–1977) zählt zu den vielschichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie schuf ein Werk mit surrealistischen Fotografien, Porträtaufnahmen, Kriegsfotografien und -reportagen.

Als eine von nur drei akkreditierten amerikanischen Reportagefotografinnen lieferte sie bedeutende Bilddokumente der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs, auch als sie die US-Truppen nach Deutschland begleitete. Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Kriegsfotografien der Ausnahmefotografin von 1944 bis 1945.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

response. Beratung und Hilfe für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Sonntag, 17. Januar 2021, 11 Uhr – online

mit Liisa Pärssinen, Leiterin von response, Beratungsstelle der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main

Zahid wird in der S-Bahn von einem Mann gegen die Scheibe gedrückt, der „Weiße“ quetscht seinen Daumen und sagt: „Ich werde Waffen holen und Tausende von Euch töten“. Oder: Ein 19jähriger Ausländer wird in einer hessischen Regionalbahn wegen seines Aussehens geschlagen, getreten, seines Handys beraubt und beim nächsten Halt aus dem Zug geworfen. Das sind zwei mögliche Fälle, die bei response eine psychosoziale Beratung, eine Vermittlung an Anwälte und Therapeuten oder Hilfe bei der Beantragung von Opferentschädigung bekommen würden.

Response ist die die erste Beratungsstelle in Hessen für Betroffene von rassistischer, rechtsextremer, antisemitischer, antimuslimischer oder antiziganistischer Gewalt. Sie ist angesiedelt bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main und hat ein zweites Büro in Kassel. Das vielsprachige Team berät, vermittelt, begleitet und informiert Betroffene, Angehörige, Freunde oder Zeugen, um deren Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven zu stärken und um die erlebten Traumata zu verarbeiten. Die Beratungsstellen sind auch mobil unterwegs. Sie arbeiten mit anderen Netzwerken zusammen, um Bedrohungen, Beleidigungen, Beschimpfungen verarbeiten zu helfen, um Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen aufzuklären und öffentlich zu machen.

Liisa Pärssinen berichtet über Erfahrungen, Erfolge und Schwierigkeiten, die die Arbeit der Beratungsstelle mit sich bringen.

Moderation: Ulrike Holler

Die Matinee findet online statt.
Einwahllink: https://conf.ccc-ffm.de/b/han-quc-qrj

Die Legende von den Strippenziehern. Historische und aktuelle Verschwörungsideologien

Sonntag, 14. Februar 2021, 11 Uhr – online

mit Peter Bierl, Autor u.a. von „Einmaleins der Kapitalismuskritik“, Münster 2018

Wie ein Virus verbreitet sich die Verschwörungsideologie. Nicht bloß Spinner und Außenseiter, auch die vielbeschworene Mitte der Gesellschaft ist nicht immun. Welche Wucht Verschwörungsthesen entfalten können, wenn sie von rechten Medien und Politikern propagiert werden, zeigte sich zuletzt beim Sturm auf das Kapitol in Washington. Hierzulande fanden Wutbürger, Esoteriker, Impfgegner und Neonazis unter Regenbogen-, Reichskriegs- und Deutschlandfahnen zusammen, denen es egal ist, wieviele Menschen wegen der Corona-Pandemie leiden und sterben. Sie erklärten das Coronavirus zum Fake oder behaupteten, Bill Gates, die Chinesen, die Amerikaner oder die Juden seien schuld an der Krise. Die WHO wolle die Weltherrschaft übernehmen, die Bundesregierung einen Zusammenbruch des Finanzsystems vertuschen.

Manchmal sind Schuldzuweisungen ja nicht verkehrt, etwa beim großen Abgasskandal der deutschen Autoindustrie. Auch kann an Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und am Zustand unseres Gesundheitswesens durchaus begründete Kritik geübt werden. „Querdenker“-Demos lenken aber gerade davon ab bzw. lenken Kritik und Skepsis in eine falsche Richtung.

Die grundlegenden Probleme dieser Welt haben strukturelle Ursachen, von denen weder Verschwörungsgläubige noch Verteidiger der offenen Gesellschaft etwas wissen wollen.

Der Journalist Peter Bierl setzt sich mit aktuellen und historischen Verschwörungslegenden auseinander und versucht ein paar Antworten auf deren Attraktivität zu geben. Von ihm sind zuletzt „Die Revolution ist großartig. Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat“ (2020), „Keine Heimat nirgendwo“ (2020) und „Einmaleins der Kapitalismuskritik“ (2018) erschienen.

Moderation: Ulrike Holler

Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V.

Die Matineen finden online statt.
Link zur Einwahl: https://conf.ccc-ffm.de/b/han-quc-qrj

Bildergespräche online – eine Einführung

Donnerstag, 14. Januar 2021, 19 Uhr – online

mit Jens Weissenberg

Als technische Basis für digitale Bildergespräche nutzen wir das sichere und kostenlose Video- und Audiokonferenz-System Jitsi Meet. Teilnehmende können sich so bequem und einfach über ihren Computer, über ihr Smartphone/Tablet oder sogar per Telefon (ohne Video) zuschalten.

Wie das genau geht, welche technischen Voraussetzungen wichtig sind und wie man problemlos an einem Bildergespräch online teilnehmen kann, soll in dieser Einführungsveranstaltung näher gebracht werden. Es wird dabei möglich sein, auch individuelle Fragen online oder telefonisch zu klären.

Anmeldung bis 13. Januar: info@kunstgesellschaft.de

Banksy: „Floß der Medusa“, Schablonengraffito in Calais, 2015

Samstag, 16. Januar 2021, 15 Uhr – online

Bildergespräch online mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

„Der britische Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise mit dem seit Jahren anhaltenden Flüchtlingsdrama im nordfranzösischen Calais beschäftigt. … Als zweites Werk schuf Banksy in Calais eine Variation auf das Ölbild ‚Das Floß der Medusa‘ des französischen Künstlers Géricault. Statt des rettenden Schiffes ‚Argus‘ ist auf Banksys Version eine Autofähre zu sehen, wie sie zwischen Frankreich und Großbritannien über den Ärmelkanal verkehren und für die Flüchtlinge in Calais unerreichbar sind. Auf Banksys Webseite heißt es dazu: ‚Wir sind nicht alle in demselben Boot.‘“ (Magazin „stern“, 14.12.2015)

Théodore Géricaults „Floß der Medusa“ von 1819 wird in das Bildergespräch einbezogen werden.

Anmeldung bis 15. Janaur: info@kunstgesellschaft.de

Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce (INK): „Mit dem Rücken zur Wand“, Bleistift auf Papier, 2012

Samstag, 6. Februar 2021, 15 Uhr – online

Bildergespräch online mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

Die Zeichnerin, Malerin und Projektkünstlerin Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce, die sich den Künstlernamen INK gewählt hat, ist durch ihre aufwändig gestalteten Bleistiftzeichnungen auch international bekannt geworden und hat zahlreiche Kunstpreise erhalten.

Wir beschäftigen uns mit den Zeichnungen, die im Rahmen des Projekts „Stand up for their Rights“ zur Unterstützung von Kinderrechten auf den Philippinen entstanden sind.

„Die Betrachter meiner Kunst widmen den gezeichneten Menschen im Betrachten ihre Zeit, erfahren so von ihrer Not und –  so hoffe ich und erfahre ich auch immer wieder – werden zum Handeln aufgefordert.“ (Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce, Interview in BIG Business Crime Nr. 4/2016)

Die Künstlerin wird an dem Gespräch teilnehmen.

Anmeldung bis 5. Februar: info@kunstgesellschaft.de

Willkommen auf den Seiten der KunstGesellschaft

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können wir leider bis auf Weiteres nur ein reduziertes Programm anbieten. Die meisten Angebote können wir nur online anbieten. Bei Veranstaltungen im Freien (z.B. Rundgänge) gilt natürlich, dass weiterhin die Regeln zum Schutz vor einer Infektion gelten, die wir selbstverständlich einhalten. Bei allen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt, eine Anmeldung – bzw. eine Nachfrage, ob und wie etwas stattfinden kann, empfiehlt sich: info@kunstgesellschaft.de

Die Veranstaltungen der kommenden Woche finden Sie links unter „Kommende Veranstaltungen“ aufgelistet. Eine chronologische Übersicht aller geplanten Veranstaltungen können Sie unter Programm abrufen, und über die Navigation auf der linken Seite finden Sie die Programmpunkte nach Veranstaltungskategorien geordnet. Unser Programm wird im 2-Monats-Rhythmus aktualisiert. Den aktuellen Programmflyer können Sie sich hier herunterladen. Wenn Sie den Flyer per E-Mail geschickt bekommen möchten oder eine Frage, einen Hinweis oder einen Vorschlag haben, freuen wir uns über eine Mitteilung von Ihnen.

Die Zeit des Lockdowns hat sich dazu angeboten, auch mit künstlerischen Mitteln auf sie zu reagieren. Deshalb haben wir Künstlerinnen und Künstlern, die in der KunstGesellschaft organisiert sind, mit ihr sympathisieren bzw. an ihren Veranstaltungen beteiligt waren, vorgeschlagen, uns ein Bild (Zeichnung, Malerei, Collage, Fotografie, Foto von der Skulptur …) zum Thema „Corona“ einzusenden, damit wir es auf unsere Homepage und unsere Facebook-Seite stellen können. Wir zeigen hier die Einsendungen.