Das Theater ist eine Heimat – Projekte mit Geflüchteten

Mittwoch, 6. Februar 2019, 20 Uhr
Denkbar, Spohrstraße 46a

mit Willy Praml, Leiter des Theater Willy Praml in der Naxoshalle
„2016 fand unter dem Titel ,Kleist. Das Erdbeben in Chili. Theater zwischen den Welten. Von Geflüchteten und Beheimateten‘ ein großangelegtes Theaterprojekt statt, das in der Frankfurter Kulturlandschaft mit außerordentlicher Aufmerksamkeit und Anteilnahme rezipiert wurde. Mehr als zweitausend Zuschauer haben einen der spektakulärsten Katastrophentexte der deutschen Literatur in einer drei­sprachigen Inszenierung (arabisch, farsi, deutsch) erlebt, die mit einer ungeahnten Zustimmung von Seiten des aus diesen Sprachkreisen rekrutierten Publikums aufgenommen wurde. Das Thema ,Zu.Flucht‘ hat uns seither nicht mehr losgelassen. Wir denken und fühlen und handeln nach dem Motto: DAS THEATER IST EINE HEIMAT.“ (Willy Praml zu den Projekten seines Theaters mit Geflüchteten)
KunstGesellschaft und Phil. Koll.: Kritische Theorie

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Kunsthalle Mannheim: Konstruktion der Welt: Kunst und Ökonomie

Samstag, 2. Februar 2019, 8.45 Uhr
F-Hbf., Information

mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten
Der Neubau der Kunsthalle Mannheim ist im Juni 2018 eröffnet worden. Wir schauen ihn uns an und besuchen eine Ausstellung, die sich mit dem uns besonders interessierenden Verhältnis von Kunst, Politik und Ökonomie beschäftigt.
„Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008, die die Wirtschaftssysteme in Amerika und Europa in ihren Grundfesten erschütterte und unsere Gegenwart nachhaltig beeinflusst, verdeutlicht diese Themenausstellung erstmals den dramatischen Einfluss der Ökonomie auf die Kunst in einem weltweiten Vergleich und zeigt dies in der Gegenüberstellung zweier Epochen auf. Ökonomische 
Phänomene in der Klassischen Moderne der 1920/30er Jahre werden mit Fokus auf Deutschland, Russland und die USA reflektiert und künstlerischen Positionen der unmittelbaren Gegenwart gegenübergestellt.“ (Info Museum)

Teilnehmerbeitrag* € 20/10
Info und Anmeldung: info@kunstgesellschaft.de 
oder 06196-24405

„Jungwirth und Frankfurt und alles“. Nikolaus Jungwirth – eine Retrospektive

Sonntag, 10. Februar 2019, 12 Uhr
Galerie DAS BILDERHAUS, Hermannstraße 41
 
Ausstellungsgespräch mit Prof. Dr. Georg Bussmann
„Der 2018 verstorbene Frankfurter Kunstkritiker Nikolaus Jungwirth war in früheren Jahrzehnten selbst aktiver und 
bundesweit beachteter Künstler. Die Retrospektive im 
BILDERHAUS zeigt Exponate aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens. Im Zentrum stehen dabei Exponate aus der Ära der Pop-Art: farbintensive Bilder, ausgestopfte Objekte und ironisch den Zeitgeist kommentierende Storyboards, mit denen er eine unverwechselbare Ästhetik schuf, die an Aktualität nichts eingebüßt hat.“ (Info Galerie)

Galerie DAS BILDERHAUS und KunstGesellschaft
Eintritt frei

Faszination der Dinge. Werte weltweit in Archäologie und Ethnologie

Samstag, 16. Februar 2019, 15 Uhr
Museum Giersch

Ausstellungsgespräch mit Angelika Grünberg M. A.
„Die sorgfältige Betrachtung materieller Hervorbringungen uns wenig vertrauter Kulturen ist ein wichtiges Werkzeug, um zu verstehen, wie Menschen leben und wie ihre Gesellschaft aufgebaut ist. Der Wert eines Artefakts erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick, wenn nämlich deutlich wird, mit welchen Techniken und mit welchen ästhetischen Leitbildern solche Dinge hergestellt wurden. Die von jungen Nachwuchswissenschaftlern auf der Grundlage der eigenen Forschungen entwickelte Ausstellung führt den Besucher in diese fremden Welten und gibt einen Einblick sowohl in die betreffenden Kulturen als auch in die 
Forschung dazu.“ (Info Museum)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Die Propaganda der Konterrevolution

Freitag, 1. Februar 2019, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Vortrag mit Bildbeispielen von Dr. Andreas Hohmann
Das Ende des Ersten Weltkrieges, die Abschaffung der 
Monarchie und die Einführung der Demokratie in Deutschland hatten nicht nur Freunde, sondern auch viele Gegner. Sie bedienten sich in großem Stil visueller Mittel wie 
Karikatur und Plakat.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Macht der Bilder – Bilder der Macht am Beispiel der Ausstellung „König der Tiere“

Samstag, 19. Januar 2019, 15 Uhr
Schirn

Ausstellungsgespräch mit der AG Kunst und Kultur 
in Umbruchzeiten
Die Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“ ist nach öffentlicher Kritik mit informativen und kritischen Texten ergänzt worden. Kann damit das hier gezeigte stereotype Bild von Afrika korrigiert werden?

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

„Proletarischer Film“ in der Weimarer Republik

Dienstag, 19. Februar 2019, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten
Am Beispiel des Films „Kuhle Wampe oder: Wem gehört 
die Welt?“ von 1932, an dem Bertolt Brecht, Hanns Eisler, 
Helene Weigel und Ernst Busch beteiligt waren, soll gezeigt und diskutiert werden, wie anschauliche Milieuschilderung mit der Aufklärung über gesellschaftliche Verhältnisse 
verbunden werden kann.

Eintritt frei – Spenden erwünscht

Arbeitslos – mittellos – wohnungslos. Ein Leben auf der Straße

Sonntag, 20. Januar 2019, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Richard Brox, Deutschlands bekanntestem Obdach­losen, und Klaus Schäfer, Leiter eines Frankfurter 
Tagesaufenthalts der Caritas.
Brox ist Autor des autobiographischen Berichts „Kein Dach über dem Leben“, der 2017 mit einem Vorwort von Günter Wallraff erschienen ist.

Wer auf der Straße lebt, muss lernen Gewalt, Hass, Hunger und Kälte zu ertragen. Aber für Richard Brox war die Straße 3o Jahre lang auch ein Ort der Freiheit und Selbstbestimmung. Als Berber hat er seine Würde nie verloren. Nach schlimmen Heim-, Alkohol- und Drogenerfahrungen schaffte er den Neuanfang. Sein autobiografischer Bericht „Kein Dach über dem Leben“ erschien 2017 mit einem Vorwort von Günter Wallraff. Er schaltete eine Webseite mit Tipps, Adressen und Bewertungen von sozialen Anlaufstellen für „seine Brüder“. So wurde er zu Deutschlands bekanntestem Obdachlosen. Mit dem Geld, das er über das Buch und über Vorträge einnimmt, will er ein Hospiz und Hotel für Obdachlose gründen, will die Hilfe, die er selbst erfahren hat, weitergeben.

Mit Richard Brox und Klaus Schäfer, dem Leiter eines Tagesaufenthaltes der Frankfurter Caritas für Menschen in Wohnungsnot spricht Ulrike Holler über Notunterkünfte, Anlaufstellen, Armut in Deutschland, Hartz IV, den Mangel an Wohnungen und über den Umgang der Behörden mit Obdachlosen.

Moderation: Ulrike Holler

Beitrag* € 5/1

Neue Trassen für die letzte Kohle? Wie die Stromkunden beim Netzausbau geprellt werden

Sonntag, 17. Februar 2019, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Prof. Dr. Lorenz Jarass
Finanzwissenschaftler – Hochschule RheinMain, Wiesbaden
Moderation: Herbert Stelz

Gebetsmühlenhaft wird die Behauptung wiederholt, dass für die Wende hin zu erneuerbaren Energien das Stromnetz vom windreichen Norden in den energiehungrigen Süden massiv ausgebaut werden müsse. Dafür müssten die Stromverbraucher über Preiserhöhungen über 45 Mrd. Euro berappen. Bewiesen ist die Behauptung bis heute nicht. Nach Meinung zahlreicher Kritiker würde ein solch massiver Ausbau in erster Linie dem Transport von konventionellem Kohlestrom aus dem Osten Deutschlands in den Süden und dem Export überschüssiger Energie ins Ausland dienen und damit die Energiewende eher behindern. Ein Netzausbau zum Transport von immer mehr erneuerbarer Energie hingegen könnte durch intelligente Steuerungstechnik, modernere Leitungmaterialien und dezentrale Verteilung auf viele der umstrittenen Stromautobahnen verzichten und uns Stromkunden viele Milliarden ersparen. Um wieviel billiger der Netzausbau bei beschleunigtem Kohleausstieg und weiterem Ausbau der erneuerbaren Energien werden könnte, wurde noch nicht ernsthaft berechnet. Die Kohlelobby lässt grüßen.

Prof. Dr. L.J. JARASS ist seit mehr als 35 Jahren im Bereich erneuerbare Energien und Stromnetze beratend tätig. Er ist Autor von 9 Büchern und über 85 Aufsätzen im Bereich Energie (viele Veröffentlichungen sind abrufbar unter www.JARASS.com, Energie). Im Rahmen seiner intensiven Beratungstätigkeit war er u.a. mehrfach als Gutachter beim Deutschen Bundestag und beim Bundesverwaltungsgericht tätig. Daneben ist er ein kritischer Finanzwissenschaftler und prominenter Kritiker der Besteuerung in Deutschland. Bis zu seiner Emeritierung lehrte er an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden.

Beitrag* € 5/1