Still. Leben.

Zeichnungen und Grafiken
von Hans-Rudolf Winckler (1940–2023)

Mittwoch, 11. November 2026, 19 Uhr
Gallus Theater, Kleyerstraße 15

Ausstellungseröffnung 

Die Ausstellung ist chronologisch geordnet, um die thematische und ästhetische Entwicklung des Werks von Hans-Rudolf Winckler zu erschließen. Kennzeichnend sind groteske Figurationen von Pflanzen und Gemüsen unter Titeln wie „Wilde Gemüse“ und „Das Leben der Dinge“. Winckler war Autodidakt, hat in der Künstlerwerkstatt der alten Feuerwache über viele Jahre bei Sonja Scherer, Armin Liebscher und Rainer Negrelli seine Technik weiter entwickelt.

Kurze Einführung in das Werk: Ulrich Meckler
Wie eine Radierung entsteht: 
Radierung Gerrit Marsen / Fotoessay Bernd Löser

Es liegt ein nummerierter Katalog vor.

Die Ausstellung ist bis zum 7. Dezember zu sehen: Mo. bis Fr. von 14 bis 18 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen.

Am 26. 11. findet ein Ausstellungsgespräch statt.

Kunst ohne Künstler?

Donnerstag, 26. November 2026, 18 Uhr
Gallus Theater, Kleyerstraße 15

Ausstellungsgespräch zu H.-R. Winckler: Still. Leben.

Mit Ulrich Meckler

Zwei verstorbene Künstler aus dem Kreis der Kunst­Gesellschaft (Michael Koschate und H.-R. Winckler) haben ein beeindruckendes Werk hinterlassen, aber sie machten keine Ausstellungen, sie verkauften nicht, lebten nicht von ihrer Kunst. Sie arbeiteten mit großer Sorgfalt und Können an Werken mit eigenständiger Form und Aussage, die sie einzig für sich schufen und für sich behielten. Beiden hat die KunstGesellschaft posthum eine Ausstellung gewidmet.
Das Gespräch soll an der Betrachtung einiger Werke auch die Frage umkreisen: Ist das Kunst? Ist es Dilettantismus im positiven Sinn (Kunst ohne Auftraggeber und Markt)?

Neuer Zugang zu neuer Musik

Donnerstag, 3. Dezember 2026, 18.30 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

Entspannt und konzentriert, hellhörig und individuell hören wir ein kurzes Musikstück des 20. Jahrhunderts. Was bewegt mich? Was schwingt mit? Wie wirken die Klänge, je mehr ich über die Komposition erfahre? Wie reagiere ich auf das Gehörte beim zweiten Mal?

Musikpädagogin Iris Winkler liefert Impulse und moderiert das Gespräch.

Teilnahmebeitrag*: 15/10 Euro

Anmeldung bis 2.12.: info@kunstgesellschaft.de

Aufklärung und Verhinderung von Wirtschaftskriminalität – eine Sisyphusarbeit?

Samstag, 21. November 2026, 14–17 Uhr 
Saalbau Schönhof, Rödelheimer Straße 38

Fachtagung von Business Crime Control mit Fabio De Masi, MdEP, Autor des Buches „Geld. Macht. Verbrechen. Von Finanzskandalen, Wirtschaftskriminellen und Geheimagenten“.

Die Tagung wird unterstützt von: Friedens- und Zukunftswerkstatt und KunstGesellschaft

Teilnahmebeitrag*: 15/10/1 Euro

Frankfurt 1946

Demokratischer Neubeginn in einer konflikthaften Stadtgesellschaft

Dienstag, 17. November 2026, 18 Uhr
2og:dondorf, Gabriel-Riesser-Weg 3

Mit Dr. Thomas Bauer (Institut für Stadtgeschichte),
Dr. Katharina Stengel (Historikerin) 
und Percy Herrmann (Goethe Universität)

Moderation: Prof. Reiner Diederich (KunstGesellschaft)

Die ersten Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft waren in Frankfurt a. M. eine Zeit vollkommen unter­schiedlicher Erfahrungen. Die große Mehrheit der Deutschen sah sich inmitten des Zusammenbruchs ihrer Lebensmöglichkeiten und Zukunftspläne; viele waren zugleich von Krieg, Flucht und Vertreibung betroffen. Die Überlebenden der nationalsozialis­tischen Verfolgung waren auf der Suche nach einem neuen Leben. Die zurückkehrenden Aktiven des Widerstands gegen die NS-Herrschaft kämpften für einen demokratischen Neubeginn.
Frankfurt war in diesen Jahren ein Ort, an dem diese Erfahrungen unmittelbar aufeinandertrafen: Verfolgung und Rückkehr, Wiederaufbau und Verdrängung, demokratischer Aufbruch, antifaschistische Selbstorganisation und alte Kontinuitäten. Drei der vielen Perspektiven sollen bei unserer Veranstaltung vorgestellt und auf ihre Bedeutung für unsere Gegenwart befragt werden.

Dr. Thomas Bauer: Oberbürgermeister Walter Kolb und der demokratische Neubeginn in Frankfurt a. M.
Dr. Katharina Stengel: Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ in den ersten Jahren und ihre Aktiven in Frankfurt
Percy Herrmann: Zum Verhältnis der jüdischen Displaced Persons zur Stadt und Stadtgesellschaft

In Kooperation mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945

Leonor Fini

Samstag, 14. November 2026, 15 Uhr
Schirn, Gabriel-Riesser-Weg 3

Ausstellungsgespräch mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

„Trotz ihrer Nähe zum Surrealismus bewahrte sich Fini stets ihre Unabhängigkeit und entfaltete eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Traum, Mythos und theaterhaften Inszenierungen. Geboren in Buenos Aires, aufgewachsen in Triest und geprägt von der Renaissance, dem Symbolismus, der deutschen Romantik sowie dem magischen Realismus ent­wickelte die Autodidaktin kraftvolle Darstellungen starker Frauen und androgyner Figuren, häufig als Neuinterpretationen historischer Vorbilder.“ (Info Schirn) 

Ist das Kunst?


Philosophische Kunstbetrachtung 

Samstag, 28. November 2026, 15 Uhr – Städel

Mit Angelica Horn M. A.

Auf überraschende Weise thematisiert das Künstler­duo Elmgreen & Dragset aktuell im Städel Museum unter dem Titel „Stillleben mit Gemüse“ das Ver­hältnis des Museums als Institution, die Relation zu den Kunstwerken wie zum Betrachter neu. Wir wollen uns darauf einlassen und dabei auf unsere grundlegenden Begriffe reflektieren. Was erwarten wir von Kunst­werken, und was verstehen wir unter Kunst?

Daria Solar: „Intermission“ (2021)

Mittwoch, 2. Dezember 2026, 18 Uhr – online  

Bildergespräch mit Jens Weissenberg

Die polnische Künstlerin Daria Solar (*1976) unter­sucht in ihren Werken das Spannungsfeld zwischen Mensch, Technologie und künstlicher Intelligenz. In symbolisch aufgeladenen Bildwelten setzt sie sich kritisch mit den Auswirkungen des technologischen Fortschritts auf die menschliche Existenz auseinander und macht die Ambivalenz der digitalen Moderne sichtbar: Faszination, Abhängigkeit, Verlust und Widerstand. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Lodz.

Anmeldung bis 1. 12.: bg-online@kunstgesellschaft.de