Putins Krieg in Europa

Folgen und Versäumnisse

Sonntag, 15. Mai 2022, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Dr. Bruno Schoch, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Moderation: Ulrike Holler

Schon bei der Annexion der Krim sprach der Konfliktforscher Bruno Schoch von „Putins Krim-Lügen“, er stricke selbstgefällige Legenden von der Expansion des Westens, der Russland schwächen wolle. Nun haben wir Krieg in Europa, weil Putin nicht tatenlos zusehen mochte, wie sich die Ukraine dem Westen zuwendet. Er verfolgt, so Schoch, eine imperiale Mission, die er mit Hilfe eines für uns kaum vorstellbaren Propagandaapparates ständig wiederholt. Hat man seit 2014 die Signale des Aggressors nicht hören wollen und zu lange seine Nähe gesucht, zu wenig auf sein Motto “Macht geht vor Recht“ geachtet?

Welche Konsequenzen müssen jetzt gezogen werden? Reichen Sanktionen, das Ende aller Dialogforen und Waffenlieferungen an die Ukraine, um den Krieg zu stoppen? Die russische Führung betrachtet ja Russland als überlegene Gegenwelt zum dekadenten Westen mit seiner Demokratie, seinen Freiheitsrechten und seiner individuelle Selbstbestimmung. Deshalb sieht sie sich im Recht und drohte unverhohlen mit weiteren Eskalationen.

Im Gespräch mit Ulrike Holler wird Bruno Schoch die Lage analysieren und Fragen aus dem Publikum beantworten.

Teilnahmebeitrag* 5/1 Euro

Bitte nach Möglichkeit um Anmeldung: info@kunstgesellschaft.de

Fahrt zur documenta fifteen in Kassel

Samstag, 2. Juli 2022, 8 Uhr – F-Hbf Information

mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten
Wir nehmen die Documenta zum Anlass, über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft in der aktuellen Situation nachzudenken und uns den vielfältigen Facetten und (nicht nur westlichen) Herangehensweisen der gezeigten Projekte und Werke zu nähern. Welche Fragen tauchen auf, welche Impulse können wir aufnehmen, welche Dialoge und kritischen Reflexionen ergeben sich daraus? In gemeinsamen Gesprächen wollen wir uns so die Documenta inexemplarischen Teilen erschließen, wobei auch für eigene Entdeckungen ausreichend Raum bleiben wird.
Teilnahmebeitrag* 15/10/5 Euro

Anmeldung bis zum 30. 6.: info@kunstgesellschaft.de

Rede gegen den Krieg – Rosa Luxemburg in Frankfurt am Main

Samstag, 18. Juni 2022, 15 Uhr
Treffpunkt: Titania, Bockenheim, Basaltstraße 23

Rundgang mit Dr. Thomas Regehly
Frankfurt am Main war eine wichtige Station in der Biographie von Rosa Luxemburg. Hier rief sie in zwei Reden am 25. September 1913 in Bockenheim und tags darauf in Fechenheim zu Kriegsdienst- und Befehlsverweigerung auf: „Wenn uns zugemutet wird, die Mordwaffen gegen unsere französischen oder anderen ausländischen Brüder zu erheben, so erklären wir: ‚Nein, das tun wir nicht!‘“ Sie wurde danach angeklagt, zum „Ungehorsam gegen Gesetze und Anordnungen der Obrigkeit“ aufgerufen zu haben, und im Februar 1914 zu insgesamt 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihre Rede vor der Frankfurter Straf­kammer wurde später unter dem Titel „Militarismus, Krieg und Arbeiterklasse“ veröffentlicht.

Teilnahmebeitrag* 5/3/1 Euro

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess

Samstag, 7. Mai 2022, 15 Uhr – Museum Giersch

Ausstellungsgespräch mit der Museumsdirektorin Dr. Birgit Sander
„Mit den Fotografinnen Nini und Carry Hess stellt das Museum Giersch der Goethe-Universität zwei heraus­ragende Frankfurter Künstlerinnen der Weimarer Republik vor. Die Ausstellung gibt mit rund 120 Originalfotografien und ergänzendem Archiv­material erstmals einen Überblick über Biographie und Werk der Frankfurter Schwestern, deren Leben und Karriere von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zerstört wurde. […] Ihre Por­trätaufnahmen bestechen durch psychologisches Einfühlungsvermögen und nähern sich hierin der Bildsprache des Neuen Sehens an. Einen besonders sensiblen Blick widmeten Nini und Carry Hess dabei dem Bild der ‚Neuen Frau‘, wovon eine Vielzahl an Frauenporträts zeugt, die weithin Beachtung fanden.“ (Info Museum Giersch)

Anmeldung bis zum 6. 5.: info@kunstgesellschaft.de

Skulpturen in der Erlenbach-Aue in Bad Vilbel-Massenheim

Samstag, 25. Juni 2022, 13.40 Uhr
Treffpunkt: Haltestelle Börneplatz, Bus 30 (Abfahrt 13.53 Uhr)

Ausstellungsgespräch mit Hans-Joachim Prenzel
Am Erlenbach in Bad Vilbel-Massenheim ist seit einiger Zeit eine Skulpturen-Ausstellung zu sehen, die schon wegen der idyllischen Lage einen Besuch wert ist. Von Bad Vilbel-Süd führt ein Spazierweg in etwas mehr als einer halben Stunde zunächst an der Nidda und dann am Erlenbach entlang zum Areal mit den Kunstwerken. Gezeigt werden Skulpturen von 24 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Clemens Strugalla, der Mitglied der KunstGesellschaft ist und dessen Werk wir schon früher vorgestellt haben. Von Massenheim aus besteht eine Busverbindung zurück nach Bad Vilbel.

Anmeldung bis zum 24. 6.: Tel. 069 440702 oder info@kunstgesellschaft.de
KunstGesellschaft und Nachbarschaftszentrum Ostend
Teilnahmebeitrag* 3/2/1 Euro

Lumbung

Das Konzept der documenta fifteen

Mittwoch, 22. Juni 2022, 18 Uhr – online

mit Anette Seelinger
Die diesjährige Documenta wird von dem Künstler:innen­kollektiv ruangrupa aus Jakarta kuratiert. Es hat der Ausstellung die Werte und Ideen von Lumbung zugrunde gelegt. In ländlichen Gemeinden Indonesiens wird die überschüssige Ernte in Lumbungs, öffentlichen Reis­scheunen, gelagert und nach gemeinsam definierten Kriterien verteilt. Das Konzept thematisiert also kollek­tives Handeln, nachhaltige Nutzung von Ressourcen und gerechte Verteilung. Auf der Documenta stellen sich Gruppen, Projekte und einzelne Künstler:innen vor, die sich in ihrer Arbeit an diesen Grundsätzen orien­tieren. An einigen Beispielen soll dies aufgezeigt und die Verbindung zu aktuellen Debatten über Kunst und Politik hergestellt werden.

Anmeldung bis zum 21. 6.: info@kunstgesellschaft.de

Apokalypse in Thüringen

Werner Tübkes Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen

Dienstag, 12. Juli 2022, 19 Uhr – Denkbar, Spohrstraße 46A

Gespräch mit Dr. Eduard Beaucamp
Die Veranstaltung dient auch als Vorbereitung auf die Kunstfahrt nach Bad Frankenhausen am 16./17. Juli 2022.

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag* 5/3/1 Euro

Otto Dix: Der Krieg

Das Dresdner Triptychon (1929–1932)

Mittwoch, 4. Mai 2022, 18 Uhr – online

Bildergespräch mit der AG Kunst und Kulturin Umbruchzeiten

„Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich intensiver und nachdrücklicher mit dem Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt als Otto Dix (1891-1969). Seine schockierend realistischen Darstellungen von Verwundeten und Toten in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges sind in das kollektive Bildergedächtnis eingegangen“. (Albertina Museum Wien, 2014)
Otto Dix malte das Triptychon „Der Krieg“ zwischen 1929 und 1932 in einer Zeit des neu auf­flammenden Nationalismus und der sich zur Massen­partei formierenden NSDAP. Er reagierte damit fast prophetisch auf die sich zuspitzende Situation in der Weimarer Republik.

Anmeldung bis zum 3. 5.: info@kunstgesellschaft.de