Berlin: „Welt neu denken“

Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni 2019

Kunstreise mit Prof. Dr. Georg Bussmann, Prof. Reiner Diederich und Marlies Piontek-Klebach

Auf unserer diesjährigen Berlinfahrt erwarten uns spannende Ausstellungen und Themen: „100 Jahre Bauhaus – Welt neu denken“; „Mantegna und Bellini – Meister der Renaissance“ in der Berliner Gemäldegalerie; druckgrafische Werke von DDR-Künstlern aus dem Kunstarchiv Beeskow in Schloss Biesdorf, Marzahn-Hellersdorf.

Anschließend Rundgang in diesem Bezirk, der 2019 sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Thema: „Wohnen – ein Grundrecht?“ Auch ein Ausstellungsgespräch im Museum „Hamburger Bahnhof“ („Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus“) und ein Theaterbesuch sind wieder vorgesehen.

Gruppenfahrt mit der Bahn und mögliche Unterkunft im Alex-Hotel zu Kontingentpreisen (EZ: € 69, DZ: € 89).

Infos und Anmeldung bis 15. April: marlies.piontek@t-online.de
oder 06196 / 24405
(verbindlich nach Eingang des Teilnehmerbeitrages auf das Konto der KunstGesellschaft).

Kunsthalle Würth, Schwäbisch-Hall: Von Henri Matisse bis Louise Bourgeois

Samstag, 11. Mai 2019, 9 Uhr
Bushalteplatz Paulskirche, Berliner Straße

Werke aus dem Musée d’Art Moderne, Paris

Außer der Ausstellung in der Kunsthalle Würth besuchen wir die Johanniterkirche mit ihrer gotischen Altarkunst. Gemeinsames Mittagessen (nur auf Vorbestellung). Unser Bus hat 24 Plätze.
Rückkehr 20 – 21 Uhr.

Infos und Anmeldung bis 14. April: gmarsen@gmx.de oder 0163 7526433
Platzreservierung nach Eingang des Teilnehmerbeitrags auf das Konto der KunstGesellschaft.
Teilnehmerbeitrag* € 45/40 (inkl. Fahrt)

Ein Leben mit Autoren – und wie sie sich organisieren

Dienstag, 19. März 2019, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Vortrag von Karlheinz Braun

Karlheinz Brauns Buch „Herzstücke. Leben mit Autoren“ ist im Februar im Schöffling Verlag erschienen. „Kaum jemand hat das deutschsprachige Theater der vergangenen 60 Jahre so intensiv begleitet wie Karlheinz Braun. Von der Frankfurter neuen bühne mit ihren Uraufführungen von Grass, Hildesheimer und Nelly Sachs ging es 1959 in den Suhrkamp Verlag, wo er den Theaterverlag aufbaute: von Peter Weiss, Kipphardt und Walser bis zu Martin Sperr und Peter Handke. Braun gehörte zu dem legendären Lektorat, das 1968 den Suhrkamp Verlag nach dem ‚Aufstand der Lektoren‘ verließ und den Verlag der Autoren gründete, der in den nächsten Jahrzehnten zur wichtigsten Adresse deutscher Theater- und Filmautoren werden sollte.“ (Info Verlag)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

WIE WIRKLICH IST DIE WELT in den Theaterstücken von Botho Strauß und Heiner Müller

Donnerstag, 11. April 2019, 20 Uhr
Denkbar, Spohrstraße 46a

Lesung und Diskussion mit Karlheinz Braun

In seinem Buch „Herzstücke. Leben mit Autoren“ stellt Karlheinz Braun in mehreren Kapiteln die Gegensätzlichkeit der beiden Autoren dar.

Philosophisches Kolloquium: Kritische Theorie und KunstGesellschaft e.V.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Genug gejammert! Menschen können viel mehr, als man ihnen zutraut

Dienstag, 16. April 2019, 19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Vortrag mit Diskussion von Prof. Dr. Dieter Kramer
Anders als üblich soll nicht die Rede davon sein, was Menschen alles müssen und nicht tun dürfen, um die Umwelt und die Erde zu retten. Vielmehr soll daran erinnert werden, was sie tun, weil ihnen Lebensqualität, Enkelgerechtigkeit und Suffizienz (wissen, dass es ein Genug gibt) wichtig sind. Da könnte die Politik viel mehr von ihnen verlangen. „Politische Entscheidungsträger werden sich erst zu einer Postwachstumspolitik ermutigt fühlen, wenn sie hinreichend glaubwürdige Signale für die Bereitschaft und Fähigkeit der Gesellschaft empfangen, diesen Wandel auch auszuhalten.“ (Nico Paech)
Diese Signale gibt es, man muss nur auf sie achten.

Das Buch von Dieter Kramer zu diesem Thema erscheint im Herbst 2019 im Oekom-Verlag München.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Cady Noland

Samstag, 30. März 2019, 15 Uhr
Museum für Moderne Kunst

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M.A.
„Cady Noland (* 1956) legt in ihren Arbeiten jene Gewalt frei, die uns in Szenarien der räumlichen wie ideologischen Grenzziehung tagtäglich begegnet. Damit entblößt sie die vermeintliche Neutralität von Material und Form. Die scheinbar scharfe Trennung zwischen Objekten und Subjekten verschwimmt, die unablässigen Wechselwirkungen werden evident.“ (Info MMK)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Moderne am Main 1919 – 1933

Samstag, 9. März 2019, 15 Uhr
Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17

Ausstellungsgespräch mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

„Zur Moderne am Main von 1919 bis 1933 gehörte nicht nur ein beispielhaftes Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch, im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign sowie in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen. Im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung ging es darum, eine neue urbane Gesellschaft zu formen.“ (Katalog zur Ausstellung)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Die Skulpturen am Museumsufer

Sonntag, 7. April 2019, 11 Uhr
Schaumainkai 53, vor dem Eingang des Museums für Kommunikation

mit Hans-Joachim Prenzel
Das Museumsufer zeigt Kunst nicht nur in den Museen, sondern auch in deren Gärten. Von den dort zu sehenden Plastiken sollen einige bei unserem Rundgang intensiver betrachtet und besprochen werden.

KunstGesellschaft und Nachbarschaftszentrum Ostend

Teilnehmerbeitrag* € 3/2/1

„Ich zuerst.“ Eine Gesellschaft auf dem Ego-Trip

Sonntag, 17. März 2019, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Heike Leitschuh, Autorin des gleichnamigen Buches und Beraterin für Nachhaltige Entwicklung

Immer häufiger begegnen wir sogenannten „Ichlingen“, Menschen, die sich rücksichtslos verhalten, vor allem an sich selbst, ihre Karriere und ihr Geld denken. Sie verlieren dabei die Aufmerksamkeit für Mitmenschen, die Solidarität mit Schwachen und Hilfesuchenden. Neoliberales Gedankengut und Ellenbogenmentalität zerstören unsere Kultur und Gesellschaft, sagt die Politologin Heike Leitschuh. Sie hat darüber mit Forschern, Politikerinnen und vor allem mit Menschen von nebenan gesprochen, mit Menschen in Unternehmen und Vereinen, mit Eltern und Erziehern. Das Ergebnis all ihrer Erfahrungen ist in dem Buch „Ich zuerst! Eine Gesellschaft auf dem Ego-Trip“ nachzulesen. „Das ständige Konkurrenzdenken“, so ihr Fazit, bedroht uns alle. Es sei höchste Zeit umzudenken und gegegzusteuern, sowohl mit einer anderen Politik als auch bei jedem einzelnen, damit nicht alle nur noch sich selbst die Nächsten sind und nur noch das zählt, was sich rechnet.

Moderation: Ulrike Holler

Beitrag* € 5/1

Bestochene Gelehrte – gekaufte Gutachten. Wie unser Wissenschaftsbetrieb immer krimineller wird

Sonntag, 14. April 2019, 11 Uhr

mit Prof. Dr. Hans See, Wirtschaftskriminologe
Moderation: Herbert Stelz

Der Atomphysiker Fritjof Capra klagte schon in den 1980er Jahren: „Was jetzt in der Forschung gemacht wird, hängt davon ab, wofür man Geld bekommt.“ Und auf einer Tagung rutschte im Eifer des Gefechts dem Betriebsarzt des Kernkraftwerks Neckarwestheim, Dr. Thomas Kinzelmann, der Satz heraus: „Ich kriege immer den richtigen Wissenschaftler mit den ‚richtigen‘ Ergebnissen, wenn ich dafür bezahle.“ Das sind Erkenntnisse aus dem immer kapitalabhängiger werdenden nationalen und internationalen Wissenschaftsbetrieb. Die Kapitalhörigkeit von Forschern und Gelehrten führt in der politischen Praxis rechtsstaatlicher Demokratien wie der Bundesrepublik zu Krisen, Kriegen und Katastrophen. Und solche unbeherrschbaren Fehlentwicklungen bereiten jetzt schon klar erkennbar den rechtsextremen Demagogen den Weg. Verschiedenste Formen der Korruption lassen sich nicht nur in der Finanz-, Steuer- und Rüstungspolitik belegen, sondern zunehmend auch in der Verbraucher-, Umwelt- und Wissenschaftspolitik. Was ist dagegen zu tun? Sind die Massendemonstrationen der Gelbwesten oder die während der Schulzeit demonstrierenden Schüler ein wirksamer Protest dagegen? Oder müssen wir mehr tun?

Prof. Dr. Hans See ist einer der Gründer von Business Crime Control und Ehrenvorsitzender des Vereins. Er war lange der erste und einzige Professor für Wirtschaftskriminalität in Deutschland und lehrte an der Fachhochschule Frankfurt, heute Frankfurt University of Applied Sciences.