Kunsttag Düsseldorf: „Utopie und Untergang. Kunst in der DDR“

Samstag, 16. November 2019, 9 Uhr
Bushaltestelle Berliner Straße (Guhl-Reisen)

Unter diesem Titel zeigt der Kunstpalast in Düsseldorf gegenwärtig eine große Sonderausstellung zur Kunst, die in der DDR entstanden ist. Eröffnet sie – 30 Jahre nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten der Nachkriegszeit – einen neuen Blick auf diese Kunst?
Während unserer Busfahrt gibt es Informationen zur Ausstellung, zur Stellung der Künste in der DDR und zu Künstlerinnen und Künstlern, die in der Ausstellung präsentiert werden. In der Ausstellung selbst gibt es von uns keine Führung, sondern wir werden uns in Bildergesprächen mit ausgewählten Werken auseinandersetzen.

Im Teilnehmerbeitrag sind Fahrt und Eintritt in die Aus­stellung enthalten. Für das Mittagessen werden wir Restaurantempfehlungen geben. Rückkehr gegen 21 Uhr.

Da nur eine begrenzte Anzahl von Busplätzen zur Verfügung steht, empfehlen wir eine möglichst frühzeitige Anmeldung. Angemeldet sind Sie, wenn Sie den Teilnehmerbeitrag auf das Konto der KunstGesellschaft:
DE 59 5001 0060 0057 727602 mit dem Kennwort „Utopie“ überwiesen und eine Anmeldemail mit dem Kennwort an Gerrit Marsen: gmarsen@gmx.de geschickt haben. Weitere Infos: 0163 7526433

Teilnehmerbeitrag* € 50/45

Der deutsch-deutsche Bilderstreit – eine unendliche Geschichte?

Mittwoch, 18. Dezember 2019, 20 Uhr
Denkbar, Spohrstraße 46A

mit Dr. Eduard Beaucamp
„Mit dem Umbruchsjahr, dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR kam es zum allgemeinen Klimasturz, der nun auch die Kultur der DDR und in besonders scharfer Form die bildenden Künstler betraf. 1989 brach ein Streit offen und hemmungslos aus, der die deutsche Kunstszene über die ganze Nachkriegszeit begleitet, belastet, teil­weise zerrissen hatte. Bei diesem Bilderstreit, der noch heute nicht ausgesöhnt ist, handelt es sich um eine Art ästhe­tischen Bürgerkrieg, einen erbitterten Streit um Ideologien, Geschichtsverläufe, Mentalitäten, Stile und Verfassungen von Kunst in Deutschland. Beide Seiten beriefen sich auf verschiedene Traditionen, Normen, Werte und Ziele.“ (Eduard Beaucamp)

Gibt es 30 Jahre nach dem Fall der Mauer einen neuen Blick auf die in der DDR entstandene Kunst?

Philosophisches Kolloquium: Kritische Theorie und KunstGesellschaft

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Trees of Life – Erzählungen für einen beschädigten Planeten

Samstag, 30. November 2019, 15 Uhr
Frankfurter Kunstverein

Bildergespräch mit Dirk Baumanns

„Die Annahme, dass Kunst und Wissenschaft gemeinsam die Fähigkeit besitzen, erweiterte Formen des Wissens ­erlebbar zu machen, hat die Ausstellungsidee hervorgebracht …
Zeitgenössische Werke treten in einen inhaltlichen Dialog mit wissenschaftlichen Exponaten aus den Sammlungen der ­Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und des Senckenberg Naturmuseums. Die Ausstellung bietet einen eigenen Erzählstrang an, der Kunstwerke und wissenschaft­liche Exponate in eine Beziehung zueinander stellt.“
(Info Kunstverein)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Lee Krasner

Samstag, 14. Dezember 2019, 15 Uhr
Schirn

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.
„Die Ausstellung der Schirn erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Präsentiert wird das Gesamtwerk der US-Amerikanerin, ­darunter Selbstporträts, Aktdarstellungen in Kohle, die streng geometrischen Little Images oder wegweisende Gemälde der Prophecy-Reihe, experimentelle Hauptwerke der Umber- und Primary-Serie und späte Collagen.“ (Info Schirn)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Die Pappenheim-Gedenkstätte in Neu-Isenburg

Mittwoch, 6. November 2019, 17 Uhr
Neu-Isenburg, Zeppelinstr.10 oder 20 Minuten vorher an der Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie 17 (Neu-Isenburg Stadtgrenze)

mit Hans-Joachim Prenzel
In der Ausstellung zu hundert Jahre Frauenwahlrecht im Herbst 2018 wurde auch an Bertha Pappenheim erinnert, die in Frankfurt am Aufbau einer Sozialversorgung für jüdische Mädchen und Frauen beteiligt war und in ver­schiedenen Organisationen mitwirkte. Zu dem von ihr mit­gegründeten und jahrelang geleiteten Heim des Jüdischen Frauenbundes, in dem sich heute eine Gedenkstätte befindet, führt der Ausflug. Der Termin ist von der Öffnungszeit ab­hängig, daher von den üblichen Terminen abweichend.
KunstGesellschaft und Nachbarschaftszentrum Ostend

Teilnehmerbeitrag* € 3/2/1

Persepolis – ein jüdischer Archäologe, diverse Machtinteressen und König Kyros

Mittwoch, 27. November 2019, 20 Uhr
Denkbar, Spohrstraße 46 A

Vortrag von Jörg Ahrnt
Jörg Ahrnt ist ein international bekannter Frankfurter Künstler und Iran-Kenner. Er hat einen Artikel über den jüdischen Archäologen Ernst Herzfeld geschrieben, der in der Zeit des aufkommenden „Nationalsozialismus“ die Grabanlage „Takht-e Rostam“ in Persepolis untersucht hat, mit erstaunlichen Rückschlüssen auf das berühmte Grab des Kyros. Die Interessenkollision der westlichen Mächte führte dazu, dass Herzfeld seine Arbeiten nicht abschließen konnte und ins amerikanische Exil gezwungen wurde.
Denkraum und KunstGesellschaft e.V.

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Museum

Samstag, 7. Dezember 2019, 16 Uhr
Museum für Moderne Kunst

Ausstellungsgespräch mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

„Mit Werken aus der Sammlung, Neuproduktionen und Leihgaben möchte die Ausstellung ,Museum‘ heutige Freiheitsräume der Kunst und damit des gegenwärtigen Museums öffnen, um mit Gesten der Transformation, Transgression und Gestaltung das Andere zu denken und erfahrbar zu machen.“ (Info MMK)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1

Antisemitismus im Deutschland der Gegenwart

Sonntag, 17. November 2019, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber
Moderation: Ulrike Holler

Der versuchte Mordanschlag auf die Synagoge in Halle hat wieder einmal deutlich gemacht, dass es Jahrzehnte nach dem Holocaust einen wachsenden Antisemitismus in Deutschland gibt und auch das Gefahrenpotenzial angewachsen ist. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass 2018 die antisemitischen Straftaten um 10 Prozent und die Gewalttaten um 40 Prozent zugenommen haben. Davon wurden 90 Prozent den Rechtsextremen zugeordnet. Antisemitische Ressentiments sind weiter verbreitet, auch in anderen Teilen des politischen Spektrums und bei hier lebenden Muslimen zu beobachten. Sie sickern über soziale Medien, politische Äußerungen, alltägliche Bemerkungen oder fake news ein in das Bewusstsein und die Haltung vieler. Daher bedarf es vermehrter staatlicher und zivilgesellschaftlicher Anstrengungen bei der Bekämpfung des Antisemitismus – so Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber. Er ist Politologe und Soziologe, lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und gehört dem Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages an.

Teilnehmerbeitrag* € 5/1