Matinee

Die Matineen werden veranstaltet von Business Crime Control e.V.
und KunstGesellschaft e.V.

Wasser ist Leben

Sonntag, 20. November 2022, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Prof. Dr.-Ing. Franz-Bernd Frechen

2022 war der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weil der Regen ausblieb, vertrocknete die Ernte, Bäume und Sträucher, Grasflächen wurden braun, Flüsse trockneten aus. Deutlich wie selten zuvor wurde uns, dass Wasser Leben bedeutet.
Millionen von Menschen, vor allem in der Ländern des Globalen Südens, wird das Grundbedürfnis und UN-Menschenrecht auf sauberes Wasser verwehrt. Für sie hat Prof. Franz-Bernd Frechen von der Kasseler Universität den Wasserrucksack „PAUL“ (portable aqua unit for live) entwickelt. Mit ihm können im Katastrophenfall etwa 1.000 Menschen täglich mit jeweils 3 Liter Trinkwasser versorgt werden. Durch einen speziellen Filter, ohne Energie und Chemikalien, werden 99,99 Prozent aller Viren, Bakterien und Schmutzstoffe entfernt.
Mit dem Konstrukteur von „PAUL“ reden wir aber auch über Möglichkeiten, Wasser zu sparen, über verunreinigte Ozeane, über Lösungen zur Abwasserreinigung oder den Schutz vor Überschwemmungen. Wasser ist Lebensraum und Lebensmittel, es wird nicht nur getrunken, es wird verarbeitet, man braucht es für die Produktion und es ist Transportweg für Güter aller Art. Fehlendes Gas kann man ersetzen, Wasser nicht, es ist der wichtigste Rohstoff für das gesamte Ökosystem.

Moderation: Ulrike Holler

Beitrag* 5/1 Euro

Kulturelle Prägungen und Politik

Sonntag, 11. Dezember 2022, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Prof. Dr. Dieter Kramer

Wenn das Gespräch unter dem Titel „Kultur und Politik“ angekündigt worden wäre, hätte das falsche Erwartungen geweckt: Man hätte an das ästhetisch-kulturelle Leben und die Künste gedacht. Hier aber geht es um jene Werte, von denen die gesamte Lebensweise geprägt wird: In der UNESCO-Definition von Kultur von 1982 heißt es, daß „die Kultur in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden kann, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen“. Alle folgenden Erklärungen der UNESCO, auch das „Übereinkommen über Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ vom 20. Oktober 2005, beziehen sich auf diese Erklärung, und im internationalen Gebrauch ist sie für Kulturpolitik üblich.
Diese Kultur, von der die Lebensweise und damit auch das politische Leben geprägt wird, hat Geschichte. Über die muss man nachdenken, wenn man das politische Verhalten der Menschen verstehen will. Darüber soll es in der Matinee gehen. Der Marburger Politologe Wolfgang Abendroth hat einige Anregungen dazu geliefert. Die aktuellen Diskussionen um die Krise der Demokratie sind Anlass, das Thema aufzugreifen.
Moderation: Prof. Reiner Diederich

Beitrag*: 5/1 Euro