Joseph Beuys: „La Rivoluzione siamo Noi“

Lichtdruck auf Polyesterfolie, 1972

Mittwoch, 12. Mai 2021, 18 Uhr

Bildergespräch online mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

Aus Anlass des 100. Geburtstags von Joseph Beuys beschäftigen wir uns mit einer für sein Werk bedeutsamen Arbeit – die wie andere Arbeiten von ihm und seine Biographie kontrovers beurteilt wird. Zum Vergleich wird das Bild „Der vierte Stand“ von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 herangezogen.

„Beuys‘ Aktionen waren immer auf das möglichst breite Publikum gerichtet. Für ihn war Kunst kein Wandschmuck, sondern Lebenselixier, eine Möglichkeit, eigene Kreativität einzubringen, ohne dass man gleich selbst zum Künstler werden muss. Kunst als soziale Plastik, als soziales Projekt – das ist eine seiner Kernideen … Es heißt zu Recht, seit Beuys rede man anders über Kunst.“ (Klaus Staeck)

„Eine Kunst, die nicht in die Herzfragen dieser Gesellschaft, letztendlich in die Kapitalfrage hineinwirken kann, ist keine Kunst. “ (Joseph Beuys)

„Das Ziel des erweiterten Kunstbegriffs ist die Befreiung der Arbeit.“ (Joseph Beuys)

Anmeldung bis 11. Mai: info@kunstgesellschaft.de

Für die Online-Veranstaltungen wird kein Beitrag erhoben, wir bitten aber um eine Spende auf unser Konto
KunstGesellschaft e.V., IBAN DE59 5001 0060 0057 7276 02; BIC PBNKDEFF

Sheela Gowda: „Ohne Titel (Kuhdung)“

Rauminstallation, Maße variabel, 1992 – 2012

Samstag, 12. Juni 2021, 15 Uhr

Bildergespräch online mit der AG Kunst und Kultur in Umbruchzeiten

Wir nähern uns in diesem Bildergespräch Rauminstalla­tionen einer der wichtigsten indischen Künstler*innen der Gegenwart an. Sheela Gowda wurde bisher u. a. in London, Paris, Berlin und Miami ausgestellt und war bereits 2007 auf der documenta 12 vertreten. 2019 erhielt sie in München den Maria-Lassnig-Preis.

„Vieles, was in ihren Kunstwerken und den von ihr verwendeten Materialien steckt, betrifft nicht nur Indien – aber ihr Land und dessen Alltagsmaterialien sind der Ausgangspunkt für Sheela Gowda. Ihre Fragen sind weltumspannend und betreffen uns alle […] Gowdas Arbeiten sprechen eine internationale Sprache.“
(Eva Huttenlauch)

„Die Materialien, die ich verwende, sind nicht unschuldig“, sagt Sheela Gowda über sich selbst. „Sie stehen stellvertretend für soziale Probleme, für die Wirtschaft, für die Politik. Ich bin mir dessen sehr bewusst. Das ist meine Motivation. Das ist meine Nahrung, der Grund, warum ich damit arbeite.“

Anmeldung bis 11. Juni: info@kunstgesellschaft.de

Für die Online-Veranstaltungen wird kein Beitrag erhoben, wir bitten aber um eine Spende auf unser Konto
KunstGesellschaft e.V., IBAN DE59 5001 0060 0057 7276 02; BIC PBNKDEFF

Sheela Gowda, Untitled (Cow Dung), 1992/2012. Ausstellungsansicht „Sheela Gowda. It … Matters“, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus

Gilbert & George. The Great Exhibition

Samstag, 3. Juli, 15 Uhr
Schirn Kunsthalle

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„Seit über einem halben Jahrhundert schaffen Gilbert & George gemeinsam Kunst. Ihr herausragendes Œuvre ist bis heute von ungebrochener Brisanz und Bedeutung. Die Schirn widmet dem bildgewaltigen und bisweilen provokativen Universum des exzentrischen Londoner Künstlerduos eine umfangreiche Retrospektive mit Werken von 1971 bis 2019. Gleichzeitig Subjekt und Objekt ihrer Arbeit, bilden Gilbert & George eine vollkommene künstlerische Einheit, die nicht zwischen Kunst und Leben unterscheidet. Als Living Sculptures verkörpern sie ihre Kunst und sind Thema und Gegenstand ihrer großformatigen Collagen und gerasterten Bildwelten. Ihr Werk kreist um Tod, Hoffnung, Leben, Angst, Sex, Geld und Religion. Es sind auch gesellschaftliche Themen, die sie in ihrer Widersprüchlichkeit zeigen: zugleich fröhlich und tragisch, grotesk und ernst, surreal und symbolisch. Das Duo befasst sich mit dem, was beunruhigt. Ihr Ziel ist es dabei nicht zu schockieren, sondern vielmehr unter ihrem Credo ‚Kunst für alle‘ sichtbar zu machen, was sich in der Welt abspielt. Punks und Hipster, Autoritäten und Außenseiter, Schlagzeilen und Werbung – überall mischen sich Gilbert & George ein. Ihr Werk fordert das Weltbild heraus und erweist sich darin immer wieder von Neuem als zukunftsweisend.“ (Info Schirn)

Wir treffen uns im Foyer, gehen einzeln in die Ausstellung und sprechen danach über das Gesehene.
Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro