Bildergespräche


Kreaturen

Georg Baselitz und die 1960er-Jahre

Samstag, 20. November 2021, 15 Uhr – Städel

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„Die Kabinett-Präsentation in der Sammlung Gegenwartskunst ist ausschließlich den 1960er-Jahren gewidmet, einem der prägendsten Jahrzehnte im Œuvre von Georg Baselitz. In diesen ereignisreichen Jahren manifestiert sich sein vollkommen eigenständiger Umgang mit figurativer Kunst und dem Abbild des Menschen. Damit hat er nicht nur die direkte Nachkriegskunst aufgewühlt, sondern auch für nachfolgende Künstlerinnen und Künstler den Weg in eine neue Malerei bereitet. In der Ausstellung skizziert werden die Phasen, die Baselitz’ Frühwerk auszeichnen: die sogenannte Pandämonische Phase, die ‚Helden‘ und ‚neuen Typen‘ sowie die an-schließenden Frakturbilder und den Übergang zu der vollständigen Umkehrung des Bildmotivs Ende des Jahrzehnts.“ (Info Städel)

Wir treffen uns im Foyer, gehen einzeln in die Ausstellung und sprechen danach über das Gesehene.

Teilnehmerbeitrag* 5/3/1 Euro

Beatríz González: Decoración de interiores / Innenausstattung (1981)

Siebdruck auf Leinwand, 1,4 x 10 m

Samstag, 4. Dezember 2021, 15 Uhr

Bildergespräch online mit Jens Weissenberg M. A.

Beatríz González gilt mit ihren 83 Jahren als eine der Begründer:innen der zeitgenössischen kolumbianischen Kunst. Ihr Werk entwickelte sich in einer Zeit sozialer und poltischer Umbrüche im Kolumbien der 1940er- und 1950er-Jahre, bekannt als „La Violencia“.

„Auch wenn Kunsthistoriker in ihren Bildern die bunten, an der Werbewelt geschulten Farben der amerikanischen und britischen Pop-Art zu erkennen glauben, betont sie immer wieder, dass es die Farben ihrer Kindheit sind, des Sonnenuntergangs und der Kirchen in Bucaramanga, die sich in ihrer Malerei niederschlagen. Leuchtendes Orange, Lila und Grün sind tief in ihr und ihrer kolumbianischen Heimat verankert. Sie mag ähnliche Methoden verwenden wie ihre Pop-Art-Kollegen im Westen, aber es geht ihr nicht um die Konsumkultur der 70er Jahre, sondern um das spezifische politische und soziale Klima ihres Heimatlandes. Sie hat lokale Geschichten für internationale Kunst genutzt – zu einer Zeit, als noch niemand Lokales und Globales zusammendachte.“ (Birgit Rieger, Der Tagesspiegel, 23. 10. 2018)

Anmeldung bis zum 2.12.: info@kunstgesellschaft.de