Frankfurter Benjamin-Vorträge


Die Demokratie als Prozess

Johannes Grützke:
„Der Zug der Volksvertreter“, 1987–1990

Samstag, 12. November 2022, 15 Uhr – Paulskirche

Gespräch mit Dr. Eduard Beaucamp
„Johannes Grützke gewann 1987 den ersten Preis zur Ausgestaltung der Frankfurter Paulskirche. Am historischen Ort sollte an das 1848/49 tagende, erste deutsche Parlament, den Vormärz und die gescheiterte Revolution erinnert werden. Im Wettbewerb konnte sich Grützke zuletzt gegen die Künstler Jörg Immendorff und A. R. Penck durchsetzen. Sein Werk ‚Der Zug der Volksvertreter‘ wird vor allem häufig mit dem Bauernkriegspanorama von Werner Tübke in Bad Frankenhausen verglichen.“ (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg)
„Grützke zeigt die Demokratie nicht als Staats-theater mit ihren Repräsentanten, nicht als Manifestation einer Verfassung, sondern im Zug der Volksvertreter als einen offenen Prozess. Das Bild wird immer Widerspruch und Diskussionen provozieren. Das spricht für die Vitalität dieses bedeutenden Bildes, für seine zu Recht kritische und ambivalente, aber keineswegs abwertende und destruktive Behandlung des Themas.“ (Eduard Beaucamp)

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag *5/3/1 Euro