„Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“

Samstag 30. / Sonntag 31. Mai 2026

Kunstreise nach Solingen mit Marlies Piontek-Klebach, Prof. Reiner Diederich und Gerrit Marsen

Wir besuchen das Museum Zentrum für verfolgte Künste in Solingen. Es widmet sich in seiner Dauerausstellung „ausschließlich Künstler:innen, deren Entfaltungsmöglichkeiten und Werke durch die Diktaturen des letzten Jahrhunderts und totalitäre Regime bis in die Gegenwart hinein blockiert, verhindert und teils vernichtet wurden.“ (Info Museum) 

Die Wechselausstellung „‚Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!‘ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen“ feiert die Kunstbewegung Dada zu ihrem 110. Geburtstag und zeigt die Aktualität ihres politischen Engagements.

„Antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch übte Dada mit scharfem Blick und beißender Satire 
Gesellschaftskritik, hinterfragte geltende Werte sowie politische und soziale Zustände und Dynamiken, vor allem jene, die zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs geführt hatten. 1916 noch während des Krieges gegründet, wird das Ende der Bewegung zwar in den frühen 1920er Jahren verortet, Künstler:innen wie George Grosz, Hannah Höch und John Heartfield kämpften jedoch mit Mitteln der Kunst später auch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus.“ (Info Museum)

Teilnehmerbeitrag: 
Mitglieder 40 Euro, Nichtmitglieder 50 Euro, zzgl. Eintritt, DB-Gruppenticket und Hotelübernachtung

Für die Planung und weitere Informationen melden sich Interessent:innen bitte möglichst bald unter info@kunstgesellschaft.de.

Corinna Mayer: Fly, Fly, Fly Away

Sonntag, 25. Januar 2026, 16 Uhr
Trashland, Kunstlabor Kronberg, Adlerstraße 12, Kronberg/Ts.

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„Die Ausstellung führt in Landschaften des Inneren, dorthin, wo Bewusstes in das Unbewusste hinübergleitet und Erinnerungen sich mit Träumen verweben. In Corinna Mayers Ölporträts erscheinen archetypische Figuren wie aus einer anderen Sphäre, die emotionale Zustände in sich tragen und wie von innen heraus leuchten. Ihre Bilder sind Orte der Gegensätze: harte Kanten treffen auf weiche Übergänge, Klarheit stößt auf Unschärfe, und aus Kontrasten entsteht eine fragile, neue Wirklichkeit. Corinna Mayers künstlerische Praxis reicht von Malerei und Zeichnung über Installation und Wandmalerei bis hin zu Text, Gesang und Performance. Ihre Arbeiten wurden national und international gezeigt – in Italien, Österreich, 
Spanien und Südkorea.“ (Info Kunstlabor)

Kudzanai-Violet Hwami: „You are killing my spirit“ (2021) 

Mittwoch, 11. Februar 2026, 18 Uhr – online 

Bildergespräch mit Jens Weissenberg

Die in Simbabwe geborene und in Südafrika aufgewachsene Künstlerin Kudzanai-Violet Hwami (*1993) verhandelt in ihren kraftvollen, großformatigen Gemälden immer wieder die Komplexität des Schwarzseins. Dabei verschmilzt sie – teils collagiert, teils malerisch – alte Familienfotos, Onlinebilder sowie archivierte Bildmaterialien und verwischt so Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Erinnerung, Identität und kollektiven Erzählungen. 

Internationale Bekanntheit erlangte Hwami, als sie 2019 als jüngste Künstlerin Simbabwe bei der 58. Biennale von Venedig vertrat. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in London. 

Anmeldung bis 10.2.: info@kunstgesellschaft.de 

Thomas Bayrle. Fröhlich Sein!

Samstag, 28. Februar 2026, 15 Uhr
Schirn Kunsthalle in der ehem. Dondorf-Druckerei, Gabriel-Riesser-Weg 3, Frankfurt-Bockenheim

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„Bayrle behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft. Wie hängen Religion und Gesellschaft, Individuum und Masse, industriell gefertigte Produkte und die technischen Apparate ihrer Herstellung zusammen? Neben den Strukturen von Konsum, Urbanität und Technologie spielen Fortbewegung, Pop- und Massenkultur sowie (Ersatz-)Religion eine zentrale Rolle …

Bayrle absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenweber, bevor er sich der Gebrauchs- und Druckgrafik zuwandte. Die dort angewandten Drucktechniken hat er sowohl materiell als auch konzeptionell in seiner Kunst weitergeführt, die den Weg von der Analogtechnik zur heutigen omnipräsenten Digitalität beschreibt. So gehen seine Werke mit dem aktuellen Ausstellungsort der SCHIRN, dem Industriegebäude der ehemaligen Dondorf-Druckerei, einen besonderen Dialog ein.“ (Info Schirn)

Ferien unter Franco

Mittwoch, 28. Januar 2026, 17 Uhr 
Instituto Cervantes, Staufenstraße 1 

Ausstellungsgespräch mit Hans-Joachim Prenzel

Während der Diktator Franco Regimegegner hinrichten ließ, machten sich Millionen Deutsche auf den Weg zum Sommerurlaub nach Spanien. Wenngleich sich Geschichte nicht wiederholt und die politischen Verhältnisse nicht gleichgesetzt werden können, wäre da heute an Länder wie die Türkei und Ungarn zu denken, die Urlauber, aber auch Umsiedler anziehen. 
In der Ausstellung heißt es zu einem eigenen Beitrag ihres Kurators Christoph Otto: „Auch wenn sich seine Arbeit auf die Franco-Zeit bezieht, so ist sie doch global angelegt und kann als Weckruf gesehen werden, die Diktaturen der Welt nicht leichtfertig gesellschaftsfähig zu machen.“  Die Aktualität des Themas soll bei dem Ausstellungsbesuch erörtert werden. 

Beckmann

Samstag, 7. Februar 2026, 15 Uhr – Städel

Ausstellungsgespräch mit Marlies Piontek-Klebach

„Max Beckmanns Werk entsteht in einer Welt voller Krisen und Umbrüche und verwandelt diese Erfahrungen in eine Bildsprache, die bis heute fasziniert. Den intimsten Teil seines Schaffens bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch halten sie Beckmanns künstlerische Entwicklung fest und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung und der Bild-Erfindung. Sie eröffnen einen direkten, intensiven Zugang zu Beckmann (1884 –1950), einem der bedeutendsten Künstler der Moderne.“ (Info Städel)

Jean Tinguelys Maschinenkunst – das Rad als Vehikel der Kritik?

Freitag, 13. Februar 2026, 19 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

Vortrag von Dr. Ulrich Pfarr

Jean Tinguelys Maschinen sind laut, unbequem, anarchisch – und sie produzieren nichts außer Kunst, und das nicht nur im Fall seiner Méta-Matic genannten Zeichenmaschinen. Ihre Bewegung währt immer nur für eine kurze Zeitspanne. Während sich aktuelle Forschungen häufig der Einbettung von Tinguelys Kunst in die Klassische Moderne widmen, soll im Vortrag aus der Perspektive des Fahrrads, das für Tinguely zentrale Bedeutung hatte, die konsum- und wachstumskritische Dimension seines Werks exemplarisch hervorgehoben werden. 

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag*: 5/3/1 Euro

Max Imdahl: Kunst und Kunstbetrachtung

Freitag, 20. Februar 2026, 19 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

Vortrag von Angelica Horn

Der deutsche Kunsthistoriker Max Imdahl hat mit seinen Konzepten des „sehenden Sehens“ und der Methode der „Ikonik“ nicht nur Neues in sein akademisches Fach eingeführt, sondern die Frage nach unserer Betrachtung von Kunstwerken neu gestellt. Sein Blick reichte von älterer Kunst bis zu derjenigen seiner Gegenwart, von Giotto bis Barnett Newman, um nur zwei wichtige Künstler zu benennen. Legendär sind auch seine Kunstbetrachtungen mit Arbeitern des Bayer-Werks Leverkusen.

Der Vortrag führt in die grundlegenden Über­legungen von Max Imdahl ein, erläutert diese an prominenten Beispielen und führt hin zur Diskussion über unseren eigenen Blick auf Kunstwerke. Wie realisiert sich eine der Kunst angemessene, unbefangene, wirklich sehende Kunstbegegnung?

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag*: 5/3/1 Euro