Erinnerung an Georg Bussmann 

„Kunst ist Lebensmittel für alle“

Mittwoch, 6. Mai 2026, 18 Uhr – online 

Prof. Dr. Georg Bussmann ist am 18. März 2026 im Alter von 92 Jahren verstorben. Er leitete von 1970 bis zur seiner Berufung an die Kunsthochschule Kassel 1980 den Frankfurter Kunstverein. In dieser Zeit realisierte er viel beachtete kritisch-aufklärerische Ausstellungen, darunter vor allem „Kunst im 3. Reich – Dokumente der Unterwerfung“. 

Unseren Verein hat er seit dessen Anfängen 1981 aktiv unterstützt – mit Vorträgen, bei Kunstreisen nach Berlin und in die Toskana, mit Bildergesprächen, die er bis zuletzt in Form von Online-Gesprächen mit uns machte. 

Sein Eintreten für einen demokratischen Kulturbegriff, für Kunst als „Lebensmittel für alle“ wird  für die KunstGesellschaft Vorbild bleiben.

Anmeldung bis 5.5.: bg-online@kunstgesellschaft.de

… wo bitte geht‘s hier zum Frieden?

Sonntag, 17. Mai 2026, 11 Uhr 
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Gerd Bauz, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK)

Diese Frage bewegt aktuell den politischen Diskurs im überwiegenden Teil des Globus. In der Matinee wird der Versuch gewagt, an den Beispielen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten die Interessen und Gründe zu analysieren, die zu den militärischen Auseinandersetzungen geführt haben. Wie mögliche Wege zur Lösung der Konflikte und zur Beendigung dieser Kriege aussehen können, soll diskutiert werden.

Moderation: Hans Möller

Beitrag*: 5/1 Euro

A European Collection 

Meisterwerke aus dem Khanenko-Museum in Kyjiw

Samstag, 4. Juli 2026, 13.45 Uhr
Christian-Schad-Museum Aschaffenburg, Pfaffengasse 26

Ausstellungsgespräch mit Dr. Ulrich Pfarr

„Das Bohdan und Varvara Khanenko Nationalmuseum in Kyjiw beherbergt den bedeutendsten Bestand abendländischer Kunst in der Ukraine und zählt damit zu den wichtigen europäischen Sammlungen ihrer Art.“ (Info Museum) 

Treff für eine gemeinsame Fahrt nach Aschaffenburg: 12.15 Uhr, F-Hbf Information

Anmeldung bis 3.7.: info@kunstgesellschaft.de

Teilnahmebeitrag*: 15/10 Euro

Zentrum für verfolgte Künste Solingen: „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ 

Samstag 30. / Sonntag 31. Mai 2026 

Kunstreise mit Marlies Piontek-KlebachReiner Diederich und Gerrit Marsen

Die Dauerausstellung des Zentrums widmet sich „ausschließlich Künstler:innen, deren Entfaltungsmöglichkeiten und Werke durch die Diktaturen des letzten Jahrhunderts und totalitäre Regime bis in die Gegenwart hinein blockiert, verhindert und teils vernichtet wurden.“  

Die Wechselausstellung „‚Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!‘ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen“ feiert die Kunstbewegung Dada zu ihrem 110. Geburtstag und zeigt die Aktualität ihres politischen Engagements. 

Teilnahmebeitrag*: 50/40 Euro

Letzte Plätze frei. Info und Anmeldung: info@kunstgesellschaft.de

Mit Bildern leben

Ein Rückblick im Gespräch

Mittwoch, 24. Juni 2026, 19 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

mit Dr. Eduard Beaucamp
„Reinheitsgebote – ‚reine Kunst‘, ‚autonome Kunst‘, ‚gegenstandslose Kunst‘: Solche Schlagworte beherrschten in der Nachkriegszeit die Diskussion. Ohne behaupten zu wollen, dass ich in früher Jugend intellektuell auf der Höhe war: Diese Verdrängung war mir immer unheimlich. Ich habe an diese Auswege und Antworten auf Geschichte einfach nicht geglaubt. Ich war der Meinung, da müsste eigentlich etwas anderes stattfinden.“ (Eduard Beaucamp)
KunstGesellschaft und Denkraum
Teilnahmebeitrag*: 5/3/1 Euro

Fritz Scholder

Samstag, 30. Mai 2026, 15 Uhr
TOWER MMK, TaunusTurm, Taunustor 1

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren thematisierte Scholder, wie Indigene Körper, Lebensrealitäten und Geschichte(n) vor allem als Projektionsflächen einer weißen Mehrheits­gesellschaft in Erscheinung traten. Indem er historische Fotografien übernahm, überzeichnete und ins Groteske kippte, legte er Machtverhältnisse offen, die bis heute die Produktion und Zirkulation von Bildern prägen. Seine Arbeiten verhandeln Fragen visueller Souveränität – das Recht, die eigene Darstellung zu bestimmen – und machen sichtbar, wie sehr die Repräsentation von Native Americans von kolonialen Perspektiven geformt ist.“ (Info MMK)