Können wir uns den Flughafen noch leisten?

Sonntag, 18. Januar 2026, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Mit Wolfgang Heubner, Sprecher der Bürgerinitiative Sachsenhausen und Kritischer Aktionär der Fraport AG

Ist der Frankfurter Flughafen ein Erfolgsrezept? Stimmt das? Wie viele gute Arbeitsplätze gibt es dort wirklich? Rechnet er sich für unser Klima? Was ist mit der enormen Verschuldung durch die gigantischen Baumaßnahmen der Nordwestlandebahn und des dritten Terminals, die nachweislich nicht benötigt werden und deren Kosten sich deshalb auch nicht amortisieren lassen? Ist diese hohe Verschuldung kaufmännisch nur durch eine Spekulation zu rechtfertigen, dass die öffentliche Hand, genauer die Stadt Frankfurt und das Land Hessen, einspringen werden, um so einen möglichen Konkurs zu verhindern? 

Hierüber macht Wolfgang Heubner, Sprecher der Bürgerinitiative Sachsenhausen (BIS) sowie Kritischer Aktionär der Fraport, den Faktencheck.

Moderation: Eberhard Ruoff
Beitrag* 5/1 Euro

Pier Paolo Pasolini und die Neue Rechte

Sonntag, 22. Februar 2026, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Dr. Gaetano Biccari

Vor 50 Jahren wurde Pier Paolo Pasolini am Strand von Ostia ermordet. Die Täterschaft ist bis heute nicht vollständig geklärt. Pasolini, einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller und Filmemacher der Nachkriegszeit, hatte sich durch seine radikale Kritik an der kapitalistischen Konsumgesellschaft und sein Außenseitertum Feinde gemacht – vor allem auf der rechten Seite des politischen Spektrums. Aber auch die Kommunistische Partei, der er zuneigte, haderte mit ihm. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Neue Rechte in Italien nun versucht, ihn für ihre Kulturkämpfe zu instrumentalisieren. Giorgia Meloni hat ihm 2021 sogar die Mitgliedschaft ad honorem in ihrer Partei „Fratelli d’Italia“ verliehen. 

Welche Strategie steckt dahinter? Gibt es auch in Deutschland eine entsprechende Tendenz? Um diese Fragen zu diskutieren und Pasolinis Positionen darzustellen, zeigen wir exemplarisch seinen Kurzfilm La Ricotta (1963). Außerdem besprechen wir sein spätes Gedicht Saluto e augurio (Gruß und Wunsch), einen fiktiven Dialog mit einem jungen Faschisten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Labas’ Lab. KreativLabor für Kunst und Kultur e.V.

Moderation: Prof. Reiner Diederich
Beitrag* 5/1 Euro