Frankfurt 1946

Demokratischer Neubeginn in einer konflikthaften Stadtgesellschaft

Dienstag, 17. November 2026, 18 Uhr
2og:dondorf, Gabriel-Riesser-Weg 3

Mit Dr. Thomas Bauer (Institut für Stadtgeschichte),
Dr. Katharina Stengel (Historikerin) 
und Percy Herrmann (Goethe Universität)

Moderation: Prof. Reiner Diederich (KunstGesellschaft)

Die ersten Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft waren in Frankfurt a. M. eine Zeit vollkommen unter­schiedlicher Erfahrungen. Die große Mehrheit der Deutschen sah sich inmitten des Zusammenbruchs ihrer Lebensmöglichkeiten und Zukunftspläne; viele waren zugleich von Krieg, Flucht und Vertreibung betroffen. Die Überlebenden der nationalsozialis­tischen Verfolgung waren auf der Suche nach einem neuen Leben. Die zurückkehrenden Aktiven des Widerstands gegen die NS-Herrschaft kämpften für einen demokratischen Neubeginn.
Frankfurt war in diesen Jahren ein Ort, an dem diese Erfahrungen unmittelbar aufeinandertrafen: Verfolgung und Rückkehr, Wiederaufbau und Verdrängung, demokratischer Aufbruch, antifaschistische Selbstorganisation und alte Kontinuitäten. Drei der vielen Perspektiven sollen bei unserer Veranstaltung vorgestellt und auf ihre Bedeutung für unsere Gegenwart befragt werden.

Dr. Thomas Bauer: Oberbürgermeister Walter Kolb und der demokratische Neubeginn in Frankfurt a. M.
Dr. Katharina Stengel: Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ in den ersten Jahren und ihre Aktiven in Frankfurt
Percy Herrmann: Zum Verhältnis der jüdischen Displaced Persons zur Stadt und Stadtgesellschaft

In Kooperation mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945