GesellschaftsBilder

Jean Tinguelys Maschinenkunst – das Rad als Vehikel der Kritik?

Freitag, 13. Februar 2026, 19 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

Vortrag von Dr. Ulrich Pfarr

Jean Tinguelys Maschinen sind laut, unbequem, anarchisch – und sie produzieren nichts außer Kunst, und das nicht nur im Fall seiner Méta-Matic genannten Zeichenmaschinen. Ihre Bewegung währt immer nur für eine kurze Zeitspanne. Während sich aktuelle Forschungen häufig der Einbettung von Tinguelys Kunst in die Klassische Moderne widmen, soll im Vortrag aus der Perspektive des Fahrrads, das für Tinguely zentrale Bedeutung hatte, die konsum- und wachstumskritische Dimension seines Werks exemplarisch hervorgehoben werden. 

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag*: 5/3/1 Euro

Max Imdahl: Kunst und Kunstbetrachtung

Freitag, 20. Februar 2026, 19 Uhr
Klosterpresse, Paradiesgasse 10

Vortrag von Angelica Horn

Der deutsche Kunsthistoriker Max Imdahl hat mit seinen Konzepten des „sehenden Sehens“ und der Methode der „Ikonik“ nicht nur Neues in sein akademisches Fach eingeführt, sondern die Frage nach unserer Betrachtung von Kunstwerken neu gestellt. Sein Blick reichte von älterer Kunst bis zu derjenigen seiner Gegenwart, von Giotto bis Barnett Newman, um nur zwei wichtige Künstler zu benennen. Legendär sind auch seine Kunstbetrachtungen mit Arbeitern des Bayer-Werks Leverkusen.

Der Vortrag führt in die grundlegenden Über­legungen von Max Imdahl ein, erläutert diese an prominenten Beispielen und führt hin zur Diskussion über unseren eigenen Blick auf Kunstwerke. Wie realisiert sich eine der Kunst angemessene, unbefangene, wirklich sehende Kunstbegegnung?

KunstGesellschaft und Denkraum

Teilnahmebeitrag*: 5/3/1 Euro