Toni Cragg: „Spectrum“, 1979 / Thomas Schütte: „Box House“, 1987

Samstag, 15. Oktober 2022, 15 Uhr

Städel Museum, Tiefgeschoss

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.

„An Meeresufern hat der Bildhauer Tony Cragg die Fundstücke für seine frühen Boden- und Wandarbeiten gesammelt … Er wählt die Fundstücke nach ihrer Farbigkeit aus und arrangiert die einzelnen Elemente zu einem Regenbogen: ein Teppich aus dem Abfall unserer Wegwerfgesellschaft. Der Künstler löst das vergessene Artefakt aus der homogenen Masse des Abfalls und verleiht dem Objet trouvé eine neue Wertigkeit. Dem Abfallprodukt gibt er seinen Zeichenstatus zurück, um einen Prozess der Reflexion über die künstlichen – und künstlerischen – Hinterlassenschaften des Menschen zu generieren.“ (Info Staedel)

„Thomas Schütte gilt als der derzeit bedeutendste deutsche Bildhauer. Museen und Sammler schätzen die Vielseitigkeit und den Witz des Meisterschülers von Gerhard Richter. Trotz großen Interesses verkauft er aus Prinzip einen Großteil seiner Kunstwerke nicht.

Skulpturen von Thomas Schütte werden derzeit für Millionen Euro verkauft. Ein Ruhm, der ihn auch belaste, weil er ungern im Mittelpunkt stehe: ‚Man denkt immer, das ist ne Ehre, aber das ist ein totaler Fluch. Man kann in dem ganzen Gerede und dem ganzen Glamour auch verloren gehen.‘“ („Kunst passiert von alleine“, Deutschlandfunk Kultur, 19. November 2021)

Teilnahmebeitrag* 5/3/1 Euro