Gülsün Karamustafa: „Promised Paintings 3“ (2019)

Mittwoch, 18. Januar 2023, 18 Uhr – online

Bildergespräch mit Jens Weissenberg

In ihrem medien- und genreübergreifenden Werk, das Malerei, Film, Installation und Performance umfasst, setzt sich die türkische Künstlerin Gülsün Karamustafa mit Themen wie Migration, Ausgrenzung, staatliche Gewalt, Religion, Urbanisierung, Feminismus und Gender auseinander. Karamustafa beobachtet dabei nicht nur präzise und empathisch die sozialen Veränderungen im Lebensalltag der Menschen, insbesondere von Frauen, sondern begreift sich auch als ein Teil davon und reagiert darauf – mit den Mitteln und Möglichkeiten der Kunst.

„‘Das Private ist politisch‘, der alte 70er-Jahre-Slogan der Emanzipationsbewegung von Frauen und Minderheiten, trifft für diese Künstlerin auf besondere Weise zu. [Für Gülsün Karamustafa] resultiert Kunst aus dem Leben – und es gelingt ihr, die Beschäftigung mit den spezifischen historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in der Türkei mit einer ebenso humanen wie poetischen Sichtweise zu verbinden, die Gedanken anregt und Aussagen trifft, die sich allgemeingültig lesen lassen und die sich an die Menschheit als ganze richten.“ (Bernhart Schwenk in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des renommierten Roswitha-Haftmann-Preises 2021)

Gülsün Karamustafa gilt heute als eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen der Türkei und hat einen starken Einfluss auf jüngere Künstlergenerationen ausgeübt. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden Museumssammlungen. Kürzlich fanden große Retrospektiven ihres Werks in Istanbul und Berlin statt.

Anmeldung bis zum 17.1.: info@kunstgesellschaft.de