Matinee

Die Matineen werden veranstaltet von Business Crime Control e.V.
und KunstGesellschaft e.V.

Kein Auskommen mit dem Einkommen. Armut in Deutschland: Wie gerecht ist die Verteilung?

Sonntag, 15. Januar 2017, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Gaby Hagmans, Direktorin des Caritasverbands 
Frankfurt a. M.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Bundesrepublik rückläufig, doch es gibt Millionen, die so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können. Sie sind arm trotz Arbeit. Betroffen davon sind Geringverdiener, Leiharbeiter, aber auch Frauen und Männer, die wegen der Familie nur eine Teilzeit- oder Halbtags-arbeit ausüben können. Betroffen davon sind dann auch die Kinder mit all den Folgen für Gesundheit, Bildung und Entwicklung. Wer arm ist, kann nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben, obwohl diese Teilhabe Verfassungsrang hat.
Wer wenig verdient, ist von Altersarmut bedroht, eine meist verdeckte und verschwiegene Armut. Der steigende Reichtum weniger schürt Status- und Zukunftsängste der Mittelschicht. Doch: wie kommt man zu mehr Gerechtigkeit, wo liegen die gesellschaftlichen Defizite, wie vermeidet man soziale Notlagen? Erklärungen von und Fragen an die Frankfurter Caritasdirektorin Gaby Hagmans.

Moderation: Ulrike Holler

Beitrag* € 5/1

Die Verpackung der Krabbe kommt in der Krabbe
 zurück. Wie unser Plastikmüll Meere, Flüsse und 
unser Essen verseucht

Sonntag, 19. Februar 2017, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

mit Ingrid Ahrens, Greenpeace Frankfurt a. M.

Täglich produzieren wir mehr Müll. Wir versuchen ihn mit Mülltrennung und Verbrennung, Kompostierung oder Deponierung zu bewältigen. Und dennoch gelangen jährlich etwa 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in unsere Flüsse und dann in die Meere. Keine Abfallfraktion ist so wenig kontrollierbar wie dieser Wohlstandsmüll, der oft potenziell giftige Chemikalien enthält. Zwischen 5 und 50 Billionen Plastikteile schwimmen auf unseren Meeren, so schätzen Wissenschaftler. Alleine 40% davon wurden lediglich zum einmaligen Gebrauch hergestellt, zur Verpackung.

Das größte Problem jedoch sind nicht die schwimmenden Teile, sondern das Mikroplastik. Das sind Partikel von weniger als 5 Millimeter Größe, Kügelchen, Fasern oder Fragmente. Die sogenannten Microbeads werden von der chemischen Industrie gezielt hergestellt als billiges Füllmittel oder auch für sogenannte Peelinggels in Kosmetika, für Zahnpasta oder Waschpulver. Große Mengen werden zudem als Granulate, Pulver oder Gel für Schleifmittel, Filmbildner oder Füllstoff produziert. Das meiste davon gelangt nach Gebrauch ungefiltert in unsere Abwässer. Ein weiterer Anteil der Mikroplastikmengen entsteht durch allmähliche Zersetzung größerer Plastikteile im Meer. Längst gilt als gesichert, dass Mikroplastik regelmäßig von Fischen und Schalentieren wie Krabben und Muscheln aufgenommen werden. Und so nehmen wir unseren Plastikmüll über unsere Nahrungskette wieder in uns auf, mit noch ungeklärten Folgen. Die Verpackung der Krabbe kommt in der Krabbe zurück.

Ingrid Ahrens ist im Hauptberuf Bankerin in Frankfurt. Bei Greenpeace ist sie Expertin für Meere und ehrenamtliche Ansprechpartnerin für alles, was mit der Belastung unserer Gewässer zu tun hat. 

Moderation: Herbert Stelz

Beitrag* € 5/1


Hinweis

Der Erlös dieser Benefizveranstaltungen geht an den BCC-Rechtshilfefonds
„PRO VERITATE – für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit“.
Spendenkonto: 530 024 73, Sparkasse Hanau, BLZ 506 500 23.
Spenden sind willkommen und steuerabzugsfähig.