Diorama. Erfindung einer Illusion

Samstag, 13. Januar 2017, 15 Uhr
Schirn

Bildergespräch mit Angelika Grünberg M. A.
„Es war ‚die brutale und enorme Magie‘, die Charles
Baudelaire an den Dioramen bewunderte. Als eine mit Lichteffekten belebte Schaubühne im 19. Jahrhundert von Louis Daguerre konzipiert, wurde das Diorama als Schaukasten aus Glas für Naturkundemuseen die Präsen­tationsform von Wissen schlechthin. In einer einzigartigen Ausstellung beleuchtet die Schirn in Kooperation mit dem Palais de Tokyo, Paris, eine Kulturgeschichte des Sehens. Im Zentrum steht das Diorama, das Ereignisse, Geschichten und Lebensräume mit unterschiedlichen gestalterischen Mitteln wirklichkeitsgetreu inszeniert und rekonstruiert.

Von der Moderne bis heute ist das Diorama eine wesent­liche Inspirationsquelle: Eine ganze Reihe von Künst­lerinnen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts setzen sich in ihren Arbeiten mit diesem Konzept des Sehens aus­einander, indem sie die Illusion der Wirklichkeit hinterfragen und dekonstruieren.“ (Info Schirn)

Teilnehmerbeitrag* € 5/3/1